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Weekend of Horrors vs. Weekend of Hell

Streit um das Horror Wochenende

Das Weekend of Horrors feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Jubiläum. Die Convention mauserte sich in dieser Zeit von einer kleinen Veranstaltung in Münster zu Europas größtem Event dieser Art. Doch die Zukunft ist ungewiss, denn das Weekend wird überschattet von einer regelrechten Horror Soap, die für viel Verwirrung unter den Fans sorgt.

Lust auf Horrorshow?

Lust auf Horrorshow?

Das WOH war vor allem das Baby von Thomas Hartz, dem Organisator und Macher und seiner Lebenspartnerin Andrea Krüger, zuständig für die Finanzen des WOHs und eingetragene Inhaberin. Nach 20 Jahren zerbrach die Beziehung des Paares. Das eröffnete den Kampf um das Sorgerecht für das Weekend of Horrors.

 

What’s up?

Auf dem letzten WOH im November 2014 war die Fanwelt noch in Ordnung. Anschließend schwelgte man  in Erinnerungen in der Facebook Gruppe Weekend of Horrors Memories, teilte dort Erlebnisse, Fotos und Videos und freute sich schon auf das nächste Mal.

Anfang Januar gab es dann dort die Meldung, Thomas Hartz sei der Zugriff auf alle Weekend of Horrors Seiten entzogen worden. Was war geschehen? Hatte er sich etwas zuschulden kommen lassen? … Tobte da eine Palastrevolte? Die Fans waren sichtlich irritiert.

Zuvor war eine E-Mail bei den Händlern des WOHs eingegangen die folgendes postulierte:

Wir möchten Sie auf folgende für Sie wichtige Information hinweisen.

1. Alleiniger Ansprechpartner und Inhaberin vom Weekend of Horrors für Sie ist: Andrea Krüger.

2. Herr Thomas Hartz ist NICHT mehr für das Weekend of Horrors tätig.

Das Weekend of Horrors ist die Bezeichnung unter der Frau Andrea Krüger im geschäftlichen Verkehr auftritt. Als Inhaberin ist sie juristisch verantwortlich und zahlt die Steuern. Ferner vermarktet sie ihre Events über ihre Internetseite (http://weekendofhorrors.com/de/) .

Andrea Krüger mit Ray Wise

Andrea Krüger mit Ray Wise

In einem Telefonat teilte sie uns mit:

„Ich bin rechtlich gesehen die Inhaberin und Gründerin des Weekend of Horrors. Herr Hartz war für PR Aufgaben zuständig.“

In der Vergangenheit war Thomas Hartz der Ansprechpartner für Händler und Aussteller. Für Viele war er „das Gesicht“ des Weekend of Horrors. Natürlich gab es Nachfragen. Man war seit Jahren miteinander bekannt und so erklärten sich einige namhafte Aussteller und tragende Säulen des Events spontan solidarisch mit ihm.

Es mag auch Händler geben, die das Ausscheiden von Hartz begrüßten, aber da es hier keine konkreten Verlautbarungen gab, können wir darüber keine weiteren Mutmaßungen anstellen.

Und selbstverständlich wird es unter den Angeschriebenen auch eine neutrale Fraktion geben.

Wie wir von Thomas Hartz erfuhren, wurde in den ersten Januarwochen viel verhandelt und telefoniert, denn Hartz wollte die Veranstaltung in jedem Fall weiterführen. Leider kamen die Verhandlungen zu keinem Ergebnis, denn Andrea Krüger wollte das Weekend of Horrors nicht aus der Hand geben.

Thomas Hartz mit Alice Cooper

Thomas Hartz mit Alice Cooper

Selbstverständlich stemmt nicht ein Mann allein eine Convention und es gab mit Sicherheit Viele, die sich um die Veranstaltung verdient gemacht haben. Das Problem ist nur, sie blieben in der öffentlichen Wahrnehmung weitestgehend anonym. Hartz war bekannt wie ein bunter Hund und hatte gezeigt, was er konnte. Wer tritt an seine Stelle? Wo ist das Kompetenzteam des Weekend of Horrors?

Andrea Krüger versicherte uns, dass es auf Seiten des Weekend of Horrors genügend Manpower und inhaltliche Qualifikation gibt, eine solche Veranstaltung erfolgreich durchzuführen.

 

Facebook

Es gab viele Fan-Kommentare auf Facebook – Nachfragen, Kritik, Solidaritätsbekundungen, Widerspruch. Ein Kommentar ist schnell gepostet und vieles geschieht im Eifer des Gefechts. So wurde Hartz von der einen Fraktion über den grünen Klee gelobt und von der anderen Seite wurde seine Bedeutung kategorisch heruntergespielt. Und als immer wieder pariert wurde, Hartz sei aber immer der Ansprechpartner gewesen und man kenne nur ihn, war es nicht unbedingt hilfreich, die Fans als dumm zu bezeichnen. Derartige Äußerungen, auch wenn sie von einem Teammitglied als Privatperson gemacht werden, fallen leider auf das gesamte Team zurück. Auch wenn die Postings kurz darauf gelöscht wurden, weil man wohl einsah, dass die gemachten Äußerungen, für das Weekend of Horrors kontraproduktiv waren, hatten die Kommentare bereits zuvor viele Leser erreicht.

Beide Seiten des Konflikts versichern, dass sie eigentlich beide kein Interesse daran hatten, diesen Streit so öffentlich auszutragen. Aber dank Facebook war der Streit in aller Munde und beide Seiten sahen sich gezwungen auch öffentlich zu reagieren.

 

Jeff Kober & Scott Wilson (The Walking Dead) beim Startalk, WOH 2014

Jeff Kober & Scott Wilson (The Walking Dead) beim Startalk, WOH 2014

Horror & Hell

Es wurde schnell klar, dass Hartz, den Rauswurf nicht einfach hinnehmen würde. Gestärkt durch die Solidarität vieler Fans, Aussteller und Händler konterte er und erklärte in einer Stellungnahme auf Facebook:

…Um das Event nicht zu gefährden, zumal die Halle und die ersten Gäste bereits von mir gebucht sind, ist es erforderlich, das Horror-Event kurzfristig umzubenennen.

Die größte Horror-Party des Jahres heißt ab sofort
WEEKEND OF HELL.

Bis auf den neuen Namen ändert sich nichts.

Bei den Fans führte das selbstredend zu großer Verwirrung. Hinter dem Akronym WOH verbargen sich jetzt zwei Veranstaltungen, das Weekend of Horrors und das Weekend of Hell. Beide benutzten das gleiche Logo die gleiche Typografie, beide kündigten Ken Foree als ersten Stargast an und beide Veranstaltungen gaben das gleiche Datum (6.-8.November.2015) und die Turbinenhalle in Oberhausen als Veranstaltungsort an.

Das erinnert ein wenig an die alten  "Original & Fälschung" Suchbilder in der Hörzu

Das erinnert ein wenig an die alten “Original & Fälschung” Suchbilder in der Hörzu

Wenn nicht eines dieser Events in einem Paralleluniversum stattfindet, dann kann es dort und dann nach den Gesetzen von Raum und Zeit nur eine Veranstaltung geben.

Im Programm der Turbinenhalle wird derzeit das Weekend of Hell an besagtem Termin ausgelobt.

In einem Facebook Kommentar seitens der WOHorrors Mitarbeiterin Sabrina Kessler hieß es:

Die Turbinenhalle wurde damals von Thomas im Auftrag des Weekend of Horrors angemietet. Aus diesem Grund ist da das letzte Wort noch nicht gesprochen. Aber dies wird sich durch den Anwalt, in den nächsten Tagen alles klären.

Wir fragten bei Hartz nach, dieser erklärte, er habe die Halle auf seinen eigenen Namen gemietet. Da die Turbinenhalle das Hausrecht habe, würde sie  auch entscheiden, wem sie den Veranstaltungsort wann überlässt.

Laut Krüger wurde am Ende des letzten Weekend im November 2014 bereits ein Vertag  mit Michael Neumann dem Geschäftführer der Turbinenhalle geschlossen. Thomas Hartz habe lediglich einen Vertrag über die Durchführung “einer” Horrormesse. Im März wird es eine Anhörung vor Gericht geben.

Warten auf den Einlass in die Turbinenhalle

Warten auf den Einlass in die Turbinenhalle

Michael Neumann teilte uns mit, er habe in der Vergangenheit primär mit Thomas Hartz zu tun gehabt. Er wolle sich aber des „Kaffeesatzlesens“ enthalten. Er hoffe, dass die Kontrahenten einen Konsens finden und es zu einer einvernehmlichen Lösung kommt.

 

Level 2

Nach der Weekend of Hell Erklärung durch Hartz am 28. Januar folgte eine weitere Eskalationsstufe. Krüger sieht sich als Opfer einer Hetzkampagne seitens Hartz und seiner Verbündeten. Sie wollte die Situation aus ihrer Sicht darstellen und veröffentlichte am 30. Januar eine Stellungnahme auf der Facebook Weekend of Horrors Seite und erhob schwere Vorwürfe gegen Hartz. Sie listete seine Vorstrafen auf und verwies auf laufende Ermittlungen gegen Hartz wegen Veruntreuung von Geldern.

Für viele Fans schoss sie damit über das Ziel hinaus. Einige Kommentatoren  sahen darin in erster Linie den Versuch, Hartz zu diskreditieren. Vieles in ihrer Stellungnahme gehörte in den Augen zahlreicher Fans einfach nicht in die Öffentlichkeit und so entfachte diese Stellungnahme einen kleinen Shitstorm.

Facebook ist als Medium für solche Auseinandersetzungen prädestiniert, oft hat man den Eindruck und das nicht nur im aktuellen Beispiel, dass manche Menschen einfach gerne streiten und sich auf Facebook austoben. Es ist kaum zu trennen, was Streitlust, echte Empörung oder Lobbyarbeit ist.

Sid Haig (The Devil’s Rejects), WOH 2013

Sid Haig (The Devil’s Rejects), WOH 2013

Tickets

Einige Fans haben aber noch ein ganz anderes Problem, denn sie haben bereits Karten für die Veranstaltung im Vorverkauf erstanden. Die Karten (vor allem wenn es sich um ein Gold- oder Platin Ticket handelt) sind nicht gerade billig. Da ist es nur verständlich, dass sich die Fans darum sorgen.

An der Ticketfrage entzünden sich immer wieder hitzige Diskussionen. Diese werden dadurch befeuert, dass auf der WOHell Seite immer wieder dazu angeregt wird, gekaufte Tickets zurückzusenden und das gezahlte Eintrittsgeld zurückzuverlangen.

Sabine Ruland von der Figurenwerkstatt Ruland zeigte sich bereit, bei dem Kampf um eine Rückerstattung der Tickets behilflich zu sein und sich um ein anwaltliches Anschreiben zu kümmern.

Vom Weekend of Horrors wird dies als geschäftsschädigendes Verhalten verstanden und wurde mit einer Abmahnung beantwortet.

Am 1. Februar äußerte sich das WOHorrors auf der Facebookseite:

Wer verunsichert ist und noch kein Ticket gekauft hat, sollte damit warten bis alle Unklarheiten geklärt sind, sowohl auf unserer Seite wie auch auf der anderen Seite.

Und als kleines Geschenk oben auf, erlauben wir von unserer Seite, natürlich mit den bereits erworbenen Tickets den Eintritt auf der Weekend of Hell, sofern von deren Seite weiterhin behauptet wird das es sich um das Weekend of Horrors mit neuem Namen handelt.

Man mag im letzten Absatz vielleicht nur Kampfrhetorik sehen, aber auf unser Nachfragen erklärte Krüger, dies sei durchaus ernst gemeint, weil nach juristischer Überprüfung, Tickets bei Namensänderung der Veranstaltung ihre Gültigkeit behalten und da Hartz behaupte das Weekend of Hell sei das Weekend of Horrors und es habe sich lediglich der Name geändert, wären ergo auch die für das Weekend of Horrors gekauften Tickets für das Weekend of Hell gültig und Hartz sei verpflichtet diese anzuerkennen. Da die Tickets gültig bleiben, gäbe es auch keinen Anlass zur Rückerstattung.

Wird das WOHell die WOHorrors Ticket tatsächlich akzeptieren oder kann dies seitens der Justiz erzwungen werden? Das müssen wir wohl abwarten.

The Walking Dead German Webfanside, WOH 2014

The Walking Dead German Webfanside, WOH 2014

Auch das Weekend of Hell wird in Kürze den Vorverkauf starten (www.weekendofhell.com). Es versteht sich fast von selbst, dass es zurzeit ratsam ist, erst mal abzuwarten und bei keiner der Fraktionen ein Ticket zu kaufen, zumindest bis der Streit geklärt ist. Das tut beiden Veranstaltern nicht gut, denn bei einer Veranstaltung in dieser Größenordnung muss sicherlich einiges vorfinanziert werden, Wir wissen nicht, wie wichtig die Einnahmen aus dem Vorverkauf in diesem Kontext  sind. Was ist nun, wenn dieser dramatisch einbricht und sich die Klärung des Problems hinzieht?

 

Kleine Fan Statistik

Alle reden immer wieder von den Fans. Diese sind natürlich keine homogene Masse. Es gibt Fans, die ihre Entscheidung für eine Seite getroffen haben und sich mit ihrer Position und ihren Fragen in die Diskussion einbringen. Es gibt Fans, die dem Eklat folgen, einer Seite zustimmen, sich aber nicht beteiligen und solche, die dem Konflikt neutral gegenüberstehen und einfach abwarten. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass diese Gruppe den größten Teil der Fans ausmacht.  Das Event ist auch nicht jedem Besucher gleich wichtig, und so gibt es auch sicher genug Liker, die den Auseinandersetzungen gar nicht folgen.

Manchen Fans ist das alles mittlerweile auch zu viel und sie wollen auf Kindergarten und Affentheater verzichten und gar nicht mehr zum WOH gehen, ganz egal, wer sich dann letztlich hinter der Abkürzung verbergen wird.

Cosplayer WOH 2014

Cosplayer WOH 2014

Konkrete Zahlen über eine statische Verteilung gibt es nicht und es ist unmöglich zu sagen, ob sich Stimmungswerte der Diskussion auf die Gesamtmenge der Fans hochrechen lassen.

Das Weekend of Horrors hat seit 2010 eine Facebook Seite und hat bis zum Zeitpunkt dieses Artikels 11690 „Gefällt mir“ Klicks geerntet. Wir haben nicht gezählt wie viele Likes seit dem Streit um das WOH dazukamen oder entzogen wurden. Die Weekend of Hell Facebook Seite ging am 26. Januar online und wurde seitdem  3149 Mal gelikt.

 

Money & Passion

Wer ist nun im Recht? Beide Parteien sehen sich als legitime Vertreter der traditionsreichen Veranstaltung.

Wird der Konflikt durch ein Gerichtsurteil oder einen Vergleich geklärt werden?

Nicht unerheblich ist aber auch die Außenwirkung, und somit alles was sich in den sozialen Medien ereignet.  Denn solche Schlachten werden im Endeffekt oft dadurch entschieden, wer die bessere PR macht und da hat derzeit Thomas Hartz die Nase vorne.

Natürlich geht es den Veranstaltern auch um Geld. Die Fans wollen einfach nur eine geile Convention. Hartz wirft hier eine Menge Passion für das Horrorgenre in die Waagschale. Auf Seiten des Weekends of Horror gibt es diese Passion sicherlich auch, nur ist davon zurzeit (noch) nicht viel zu spüren. Aber man hält sich dort bis zur juristischen Klärung im März, laut Krüger, bewusst zurück. Man wolle einfach niemanden in die Irre führen. Erst nach dieser Klärung wird die WOH Werbemaschine anlaufen.

 

Aussteller und Händler

Hartz kann auf seiner Seite verbuchen, dass das Weekend of Hell aktuell als Veranstalter in der Turbinenhalle eingetragen ist und dass viele Aussteller bereits eine Teilnahme zugesagt haben beispielsweise die FrightGuys oder die Figurenwerkstatt Ruland. Laut Thomas Hartz sind alle wichtigen Aussteller aus seiner Seite.

Fright Guys. WOH 2014

Fright Guys. WOH 2014

Krüger teilte uns mit, sie habe ihrerseits auch bereits genügend Händler und Aussteller, eigentlich sogar mehr als sie unterbringen könnte. Die meisten Händler würden sich in diesem Konflikt ohnehin neutral verhalten. So habe sich z. B. das Virus Magazin, entgegen der Behauptungen von Hartz nicht auf seine Seite geschlagen. Auch würden manche Aussteller, die zuletzt nicht mehr an der Veranstaltung teilnahmen, weil sie Schwierigkeiten mit Hartz und seinem Verhalten hatten, nun, nachdem Hartz nicht mehr an Bord sei, zum Weekend of Horrors zurückkehren.

Figurenwerkstatt Ruland, WOH 2013

Figurenwerkstatt Ruland, WOH 2013

Man gewinnt zuweilen den Eindruck, als könnten und dürften Händler und Aussteller sich nur für eine Seite entscheiden. Das ist natürlich Unsinn. Es  besteht grundsätzlich keine Veranlassung, sich auf eine Seite zu schlagen und die andere Seite zu boykottieren und entsprechende Lobbyarbeit zu leisten. Sollte es zwei Convention geben, kann man als Händler auf beiden präsent sein.

Claude M. Moyse Geschäftführer bei raptor publishing GmbH und Herausgeber des Virus Magazins äußerte sich SOUND INFECTION gegenüber wie folgt:

„Wir als Genre-Nachrichtenmagazin sind natürlich neutral und geben als Medium die Ankündigungen beider Veranstalter an unsere Leser weiter. Wir werden, wenn es zwei Veranstaltungen gibt, über beide berichten. Mit Thomas Hartz und dem Weekend of Hell sind wir eine  Medienpartnerschaft eingegangen. Wir wünschen beiden Veranstaltern alles Gute.“

Virus Magazin, WOH 2013

VIRUS Magazin, WOH 2013

Kleines Update: Das Weekend of Horrors hat bei seinen Kritikern derzeit einen schweren Stand. Egal was geschieht, es wird gleich heruntergemacht. Ob es sich nun um das neue Facebook Profilbild handelt oder um das erste Update der Homepage. Kritische Stimmen fragen, warum im Layout der Seite Stockfotos verwendet werden? Gibt es nach zehn Jahren kein eigenes Bildmaterial? Als Stockfotos waren die Bilder zu identifizieren, da es sich um Layoutbilder mit Wasserzeichen der Bildagentur handelte. Mit Dr. Death Gruft Atelier wurde ein erster Partner bekanntgegeben. Auch das führte zu viel Häme. Vom Weekend of Horrors der Vergangenheit, sei man einfach besseres gewohnt.

 

Stars

Tom Savini, vom Weekend of Hell angekündigt

Tom Savini, vom Weekend of Hell angekündigt

Beim Weekend of Hell ist mittlerweile, ganz „Business as usual“, die Werbemaschine angelaufen und weitere Stargäste wurden bekanntgegeben.

Auch in der Starfrage hält sich das Weekend of Horrors zurück. Krüger versicherte uns jedoch, dass die ersten Stars bereits zugesagt hätten. Und dass es für den Fall, dass die Veranstaltung nicht am avisierten Termin stattfinden kann, in den Absprachen mit den Stars zwei mögliche Termine vereinbart wurden. Mit der Werbung für die Veranstaltung und der Bekanntgabe des Staraufgebots und der Aussteller, wolle man erst nach dem juristischen Urteil beginnen. Dann würde sich die Website des WOHorrors schnell füllen, denn die Vorbereitungen gehen unermüdlich weiter.

 

Und immer wieder Facebook

Die Nerven liegen blank. Das führt immer wieder zu so manchem unüberlegtem Facebook Kommentar. Auch manche Fans halten sich nicht immer an die Nettikette, aber es macht einen Unterschied, ob sich ein aufgebrachter Fan mal im Ton vergreift, oder ob Teammitglieder in gleicher Münze zurückzahlen. Ein Tadel, den sich beide Seiten gefallen lassen müssen.

Nach dem jetzigen Stand der Dinge scheint das Weekend of Horrors bei etlichen Fans viel an Boden und Glaubwürdigkeit verloren zu haben. Sie werfen dem WOHorrors die Löschung von Kommentaren und die Sperrung unliebsamer und kritischer User vor und werden nicht müde Antworten auf ihre Fragen zu fordern.

Wahrscheinlich wären beide Seiten mit einem PR Berater und Social-Media Experten gut beraten.

Andrea Krüger appelliert an die Geduld der Fans. Panikmache mache keinen Sinn. Auch Thomas Hartz bittet die Fans den Ball flach zu halten, sachlich und höflich zu bleiben.

 

Bluat! WOH 2014

Bluat! WOH 2014

We are WOH

Es sind die Fans, die das WOH groß gemacht haben, ohne sie, wäre es nichts. So gilt es, die Fans, die letztlich auch zahlende Kunden sind, mit dem nötigen Respekt zu behandeln. Wir wünschen beiden Veranstaltern die Empathie, sich in die Fanseele einzufühlen. Wir alle sind das WOH und wollen doch nur eine geile Horrorparty feiern, unsere Stars treffen und Zeit mit Brüdern und Schwestern im Geiste verbringen.

Bleiben wir gelassen; warten wir erst mal ab und hoffen, dass die Jurisprudenz im März eine Klärung herbeiführen kann und hoffen wir weiter, dass dies nicht der erste Tanz in einem langen Reigen durch die Instanzen sein wird, der von Berufung zu Berufung eilt.

Vielleicht zeigt auch einer der Kontrahenten echte Größe und lenkt ein. Vielleicht lässt sich auch  ein Kompromiss finden. Wie wäre es denn mit zwei Conventions und friedlicher Koexistenz?

Die Fan Base ist  groß genug für zwei Veranstaltungen im Jahr. Und Konkurrenz belebt ja bekanntlich das Geschäft und jedes Team könnte unter Beweiß stellen, dass es die coolere Horrorshow stemmt (sofern man es für nötig erachtet, diesen Beweiß zu führen).  Die Schlammschlacht schadet letztlich nur beiden Weekends und geht leider sehr zu Lasten der Fans.

(Mick Baltes)