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The Toasters – New York City Ska

Datum: Samstag 12.5.2018
Location: München, Backstage Club
Support: Salome Fur

Das Ska nicht tot ist, beweisen Bands wie The Toasters immer wieder aufs Neue. In den frühen Achtzigern, während der dritten US Ska-Welle in New York von Robert Hingley gegründet, unterlagen The Toasters unzähligen Umbesetzungen bis am Ende nur Hingley aus der Gründungsbesetzung übrig blieb. An diesem Samstag hatten sich The Toasters für den Backstage Club angekündigt.

Den Anfang machte die Münchner Soul Funk 70s Band Salome Fur. Mit fünf Mann auf der Bühne wurde es sogar etwas eng im Club. Salome Fur bot ein sehr breites musikalisches Repertoire in ihrer Aufwärmrunde. Von Salsa und Merengueklängen ging es nahtlos in Rocksteady und funkige Rhythmen über. Wenn nicht das typisch schüchterne Münchner Publikum den obligatorischen fünf Meter Sicherheitsabstand eingehalten hätte, wäre schon in der ersten halben Stunde wirklich gute Stimmung gewesen. Bei den schnelleren Nummern wurden sogar die ersten Tanzbewegungen gesichtet. Nicht dass die Stimmung schlecht war, die gute Laune war nur leider irgendwie verhalten. Das lag aber definitiv nicht an Salome Fur, qualitativ lieferten die fünf Münchner eine gelungene, tanzbare Mischung, die gegen Ende ihres Sets den Abstand auf immerhin zwei Meter verkürzte.

Nach einer guten halben Stunde Umbaupause, welche die meisten für eine Zigarette vor dem Club nutzten, gaben sich The Toasters die Ehre. Letztendlich das, worauf die meisten gewartet hatten. Es gab Oldschool New York Ska vom Feinsten, nicht ganz so ursprünglich wie z.B. Bad Manners. Die US Wurzeln mit mehr Punk-Attitüde sind nicht zu verleugnen. Zwischendurch gab Robert Hingley immer wieder ein paar Anekdoten zu den darauf folgenden Songs zum Besten. Der Club war mit gut 100 Leuten gefüllt, nicht zu viel und nicht zu wenig. Es war genug Platz zum Tanzen da, was auch ausgiebig genutzt wurde. The Toasters boten eine gesunde Mischung aus 37 Jahren Bandgeschichte, dazwischen immer wieder Soli von Saxophon, Posaune und Bass. Die Stimmung war klasse, es wurde ausgiebig geskankt. Der Skabeat passte auf jeden Fall gut zu den sommerlichen Temperaturen im Club. Zum Abschluss des Hauptsets gab es den Toasters Klassiker “Don’t Let The Bastards Get You Down” zu dem ausgelassen getanzt wurde. Nach drei weiteren Songs der Zugabe war das Konzert dann vorbei. The Toasters haben auf jeden Fall für einen schönen Abend zu guten Skabeats gesorgt. Wenn man Robert Hingley glauben darf, gibt es im nächsten Jahr bestimmt ein Wiedersehen.

(Text+Bilder: Björn Engelke)