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Steve ‘n’ Seagulls – Grainsville Tour

YouTube ist heutzutage sicherlich eine der besten Plattformen im Netz, um bekannt zu werden. So gelang es 2014 den Finnen von Steve ‘n’ Seagulls mit ihrer AC/DC Coverversion von “Thunderstruck” große Aufmerksamkeit zu erzeugen. Nachdem im Mai 2015 ihr Album “Farm Machine” erschienen war, folgten internationale Auftritte unter anderem beim Sweden Rock Festival und Wacken Open Air. Im Jahr darauf folgte das zweite Album “Brothers in Farms”. Jetzt, 2019, sind sie mit ihrem dritten Album “Grainsville” auf der gleichnamigen Tour quer durch alle Kontinente unterwegs. Am 13. Februar waren die fünf sympathischen Finnen zu Gast im Münchner Backstage.

Für das Vorprogramm hatten sich die Jungs Jesse Dayton aus Austin Texas eingeladen. Sicherlich den meisten unbekannt. Wie so oft hat es sich gelohnt, früh genug im Backstage Werk zu sein, denn die Darbietung dieses Solokünstlers mit seinen zwei Kollegen am Schlagzeug und Kontrabass bzw. auch E-Bass hatte erstaunliches Potenzial. Die Mischung auch Rock, Country und Coverversionen von Klassikern wie “Whole Lotta Rosie” passte zum einem gut ins Schema, zum anderen war sie qualitativ sehr gut. Das Publikum sah das anscheinend genauso, entsprechend massiv fiel der Applaus aus und sogar eine Zugabe wurde eingefordert. So etwas kann mit Sicherheit nicht jede unbekannte Vorband von sich behaupten. Leider kam es aus Zeitgründen nicht zu einer Zugabe. Auf jeden Fall ist Jesse Dayton ein Künstler, den man sich merken sollte. Vielleicht hört man ja in Zukunft mehr von ihm.

Nach einer kurzen Umbaupause war die Bühne frei für Steve ‘n’ Seagulls. Mit Led Zeppelins “Black Dog” eröffneten sie ihr Programm. Iron Maidens “Trooper” im Anschluß erzeugte den zu erwartenden Begeisterungssturm unter den anwesenden Metallern. So pflügten Steve ‘n’ Seagulls sich einmal quer durchs Gemüsebeet, für jeden Geschmack war etwas dabei. Dies zeigte auch die gute altermäßige Durchmischung im Publikum. Die Stimmung war klasse und viele der älteren Anwesenden erinnerten sich mit Sicherheit an ihre Jugenzeit, wenn die Songs von Gary Moore oder Steppenwolf erklangen. Wie bei ihren Kollegen von Hayseed Dixie ist auch bei Steve ‘n’ Seagulls kein Gassenhauer zu sicher, als dass man ihn nicht in ein Bluegrass- oder auch Polka-Gewand stecken könnte. Dabei wechseln sich die Jungs fleißig mit Gesang und auch in der Auswahl ihrer Instrumente ab. Panteras “Cemetary Gates” wurde kurzerhand als Polka neu interpretiert und mit dem Akkordeon untermalt. Die gesamte Mischung war auf den Alben sowie auch Live und in Farbe eine sehr gelungene Mischung. Sogar “Ich Will” von Rammstein bekam einen neuen Anstrich. Nach einer guten Stunde gab es noch mit Nightwishs “Wishmaster” und Steppenwolfs “Born To Be Wild” den krönenden Abschluss, danach war ein sehr unterhaltsamer Abend mit guter Musik und fabelhaften Neuinterpretationen von Welthits leider zu Ende. Auf ein baldiges Wiedersehen, wir werden mit Sicherheit wieder mit am Start sein!

(Text+Bilder: Björn Engelke)

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