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Sound Infections Lieblingsalben 2015: Top 5 im Pop

Im Pop teilt sich die Spreu vom Weizen, dafür ist das Feld aber auch besonders groß und eine Top 5 fast unmöglich zu erstellen. Zumindest nicht so, dass alle zufriedengestellt sind. Aber hier geht’s ja um Sound Infections Lieblinge im Popgenre des sich neigenden Jahres 2015 und da sind die Favoriten relativ schnell gekürt.

5. Nick & The Roundabouts – Half-Written Poems

nick-and-the-rounabouts-half-written-poems-album-coverDer Deutsch-Waliser mit Gitarre und Mundharmonika hat sich schon ganz schön gemausert. Erst war er 2015 als Tour-Support von Katzenjammer und Jesper Munk unterwegs und dann legte er seine erste kleine Headlinertour (präsentiert von Sound Infection) durch die Republik hin – ein Interview hat er uns auch noch gegeben. Im April ist sein Zweitlingswerk „Half-Written Poems“ erschienen. Das folkige Album mit den neuen country-esken Elementen durch den Einsatz des Banjos überzeugt durch Melodie und existentielle Fragestellungen. Must-Hear für Singer-Songwriter-Fans!

4. Florence + The Machine – How Big, How Blue, How Beautiful

florence-and-the-machine-how-big-how-blue-how-beautiful-album-coverBeim dritten Studioalbum nimmt sich Florence Welch den immer wiederkehrenden Themen des Lebens an: Wie lebt man eigentlich? Wie liebt man? Wie findet man seinen Platz im Leben? Deshalb ist „How Big, How Blue, How Beautiful“ bis dato mit Sicherheit das ehrlichste und authentischste Album von Florence + The Machine. Und diese Gradlinigkeit in den Lyrics schlägt sich auch in der Musik nieder. Opulent, aber ungewohnt sauber tönen die Klänge des Orchesters. So kommt auch Florence Welchs kräftige und außergewöhnliche Stimme durch die gewissenhaften Arrangements voll zur Geltung. So haben wir Florence + The Machine noch nie gehört!

3. Kate Miller-Heidke – O Vertigo!

kate-miller-heidke-o-vertigo-album-coverErstmals konnte die Frau aus Brisbane dank Crowdfunding den Großteil der Songs selber schreiben und arbeitete mit einer Armada von namhaften Gastmusikern zusammen. Herausgekommen ist ein grandioses Album, das Pop schrittweise neu definiert. Vom zwitschernden Tempo des Titeltracks über romantische Balladen, für die Kate Miller-Heidke so bekannt ist, bis zu elektrifizierenden Power-Songs ist „O Vertigo!” ein Album voller Premieren für die Indie-Newcomerin. Mit Mut und Experimentierfreude zeigt die Australierin, was Pop sein kann und beansprucht durch abwechslungsreiche Beats, Tempowechsel und angenehme Ausreißer im Gesang das gesamte Genre für sich als Eigentum. –> Interview Großartiges Pop-Album voller Ohrwürmer!

2. Revolverheld – MTV Unplugged in drei Akten

revolverheld-mtv-unplugged-album-coverSo ein MTV-Unplugged-Konzert ist ja an sich schon ein Erfolgsgarant. Was Revolverheld aber für einen fabulösen Gig in drei Akten hingelegt haben, ist schon beachtlich. Die Unplugged-Versionen ihrer Songs sind durchweg intim, herzlich, nostalgisch, rockig, stimmungsvoll und einfach gelungen. Die besondere Atmosphäre, die ein MTV Unplugged garantiert, kommt selbst auf den reinen Tonaufnahmen rüber. Teilweise haben Revolverheld ihre Songs in ein neues Akustik-Gewand gekleidet, wie zum Beispiel „Spinner“, das Johannes Strate gefühlvoll mit Annett Louisan zu Klavier und Gitarre singt. Anderes bleibt Revolverheld-rockig: „Immer in Bewegung“ mit Heinz Strunk an der Querflöte oder „Lass uns gehen“. Das Beste von Revolverheld so far!

1. Adele – 25

adele-25-album-coverOh Mann, ja, schon wieder Adele. Aber an diesem Album kommt man 2015 einfach nicht vorbei. Bereits ein paar Tage nach Veröffentlichung am 20. November war „25“ das meistverkaufte Album des Jahres und hat mühelos den bisherigen Verkaufsrekord aus dem Jahr 2000 gebrochen (NSYNC „No Strings Attached“). Mehr als die Zahlen interessiert die Fans aber die Musik. Von der kraftvollen Popballade „Hello“ können die Leute ja immer noch nicht genug bekommen. Aber natürlich hat „25“ noch andere Perlen zu bieten – nämlich alle elf darauf befindlichen Tracks. Das kommt ja nun auch nicht alle Tage vor. Die Hooks sind dermaßen eingängig, dass man sich gegen die heranstürzenden Ohrwürmer gar nicht wehren kann. Adele nutzt auf „25“ alle klassischen Popelemente aus und vermischt sie auf geniale Art und Weise mit ihrer kraftvollen Stimme und ihren schmachtenden Lyrics. 10 von 5 Sternen!

(Kathrin Tschorn)