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Rage (1 von 1)-5

RAGE: Ekstase in der Münchner Backstage Halle

Rage – The Devil Strikes Again Tour 2016
Donnerstag, 17.11.2016 München, Backstage Halle
Support: Darker Half, Monument

Am Donnerstag, den 17.11.2016 gaben sich Rage die Ehre in München. Nach dem Abgang von Victor Smolski wurden sogar Gerüchte laut, die Band würde sich auflösen. Doch Sänger und Bassist PeterPeavy” Wagner stellte kurz darauf klar, dass es mit neuem Line up weitergehen würde. Und so heizte das Trio der Backstage Halle an diesem Abend ordentlich ein.

Dark Half  (1 von 1)Zum Auftakt spielten die Australier Darker Half. Das Quartett, welches schon seit mehr als zehn Jahren sein Unwesen in Down Under treibt, ist bei uns noch relativ unbekannt. Ihr Sound, der gekonnt Thrash, Power und Melodic Metal vermischte, kam bei den Fans gut an. Einflüsse von Judas Priest und Iron Maiden waren  nicht zu verleugnen und hinterließen bei den zahlreichen anwesenden Old School Headbangern ein fettes Grinsen im Gesicht. (Fotos von den Australiern gibt es hier)

Und auch mit dem nächsten Support Monument ging es ganz stark „Maiden-lastig“ weiter. Die Briten um den Ex White Wizzard-Sänger Peter Ellis gingen auch direkt in die Vollen. Und wie schon bei ihren Vorgängern waren auch hier die Anleihen an Priest Monument (1 von 1)-12und Saxon nicht zu überhören. Auch optisch ließ Sänger Peter die guten alten 80er mit nietenbesetzter Lederjacke wieder aufleben. (Mehr Monument gefällig? Dann hier klicken)

Nach einer letzten Umbaupause wurde es richtig voll in der Halle. Unter einem riesigen Jubel enterten „Peavy“ und seine beiden neuen Mitstreiter die Bühne. Mit Spannung wurde der Auftritt erwartet, denn wer Rage schon vorher live erleben durfte, wusste um die energiegeladenen Auftritte der Band mit den genialen Gitarren-Soli von Victor Smolski. Und die Fans sollten nicht enttäuscht werden. Mit Marcos Rodriguez und  Vassilios „Lucky“ Maniatopoulos holte sich Mastermind “Peavy” zwei eher unbekannte Musiker ins Boot, wobei Drummer „Lucky“ kein unbeschriebenes Blatt Rage (1 von 1)-17ist und schon positiv als Sänger der multinationalen Truppe TRI STATE CORNER in Erscheinung trat. Der Venezolaner Marcos und der Grieche Vassilios brachten eine Menge Spaß in die Band. „Lucky“ mutierte hinter seinen Kesseln zum Tier und verprügelte seine Drums nach Strich und Faden. Marcos zauberte an der Axt und so klein gewachsen wie er auch ist, glänzte er doch mit seiner riesigen Ausstrahlung. Mit einem fetten Grinsen im Gesicht verbreitete die Frohnatur die ganze Show über einfach nur gute Laune. Und auch das Zusammenspiel zwischen “Peavy”, “Lucky” und Marcos war von blanker Spielfreude geprägt. Selten sah man das Trio harmonischer auf der Bühne agieren. Die Songs vom aktuellen Album wie z.B. „The Devil Strikes Again“ oder „The Final Curtain“ funktionierten live außerordentlich gut. Doch waren es die alten Hymnen wie „Don’t Fear The Winter“ und das mega-geniale „Higher Than The Sky“ welche die Fans komplett in Ekstase versetzten. “Peavy” stimmte immer wieder „Higher than the sky we’re…” an und die Meute wiederholte und brüllte gefühlte 100mal im Chor „Higher Than The Sky, Sky, Sky!“. Die Stimmung in der Halle war einfach unglaublich und auch die Protagonisten auf der Bühne waren schier überwältigt von der Begeisterung der Fans. (Rage Fotos gibt es direkt hier)

Rage sind in der aktuellen Besetzung eine Klasse für sich. Mit den beiden Neuzugängen Marcos und “Lucky” bewies “Peavy” ein absolut glückliches Händchen. In dieser Konstellation werden uns Rage hoffentlich die nächsten Jahre noch viel Freude bereiten.

(Text+Fotos: Sandra Baumgartl)