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Post Modern Jukebox – Ein heißer Ritt durch die Musikepochen

Datum: Montag 7.5.2018
Location: München, Muffat Halle
Support: —

Es fällt mir ziemlich schwer zu beschreiben, was genau ich da am Montag den 7. Mai in der Münchner Muffathalle erlebt habe. Wer hätte es sich träumen lassen, dass die Goldenen Zwanziger, Vierziger und die anderen bekannten und unbekannten Epochen der modernen Musik so viel Pepp haben.

Aber von vorn. Es war einst ein New Yorker Musiker, der sich dachte: Warum nicht Altes mal ganz “neu” machen? Mit wechselnden Musikern, verschiedenen Arrangements, unterschiedlichsten Musikstilen und Epochen. Das Ganze etwas laut und bunt mit viel Tam-Tam auf YouTube veröffentlichen. Dann warten was passiert. Und es passierte viel: Post Modern Jukebox erreichte nach rund 3 Monaten 1,8 Millionen Zuschauer. 2016 wurden für alle veröffentlichten Videos über 500 Millionen Zuschauer erreicht. Darüber hinaus vertreiben sie ihre Musik auch über Spotify und erreichen dort über 400.000 monatliche Hörer.

Zugegeben, mir ist die Retortenversion zu jazzig, zu viel überbordender Blues und Swing. Aber live… live sind Post Modern Jukebox das Rezept für einen Abend der sprachlos macht. Mit “All About That Bass” wird der Abend vom Bühnenderwisch Casey Abrams eröffnet. Die stimmgewaltige und burleske Danny Armstrong führt die Gäste wie eine Art Reiseleiter durch den Abend. Der brillante Rohelio Douglas Jr. bringt dem begeisterten Publikum die Wurzeln der Musik nahe. Seine Version von “Thriller”, unterstützt von einer fantastischen Steptänzerin, ist nur eines von unzähligen Höhepunkten des Abends.

Genau genommen ist der ganze Abend ein Highlight. Es ist schier unmöglich, das Feuerwerk aus Stimmen, Performance und Instrumenten in Worte zu fassen, um diesem Konzert gerecht werden zu können. Jeder einzelne Musiker dieses Ensembles ist ein Meister seines Fachs und zeigt gekonnt wie gut er oder sie, sowohl als Solist als auch zusammen als Band, sind. Als am Schluss das über 7 Minuten dauernde “Baby Don‘t Hurt Me” von Haddaway angestimmt wird, und Publikumsliebling Casey Abrams die Hüllen und seine Mähne fallen lässt, gibt es für niemanden im Saal mehr ein Halten. Einfach nur WOW!

Setlist:
All About That Bass
Thriller
Blank Space
Are You Gonna Be My Girl
Sweet Child O‘ Mine
This Love
Crazy
Straight Up
Radioactive
Creep
Habits
Toxic
I‘m Not The Only One / I Kissed A Girl
Chandelier
Shake It Off

We Can’t Stop
Baby Don’t Hurt Me

(Text+Bilder: Kirstin Dittrich)