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ME AND THAT MAN – New Man, New Songs, Same Shit, Vol.1

Drei Jahre nach dem Debütalbum “Songs of Love and Death” legen ME AND THAT MAN nach. Damals setzte Behemoths Fronter Adam “Nergal” Darski seine kreativen Ideen außerhalb seiner Blackend Death Metal Band zusammen mit dem Gitarristen und Rockmusiker John Porter um. Die beiden kreierten ein eigenwilliges, düsteres Folk / Blues – Meisterwerk, welches nicht nur eingefleischte Black Metal Fans begeisterte.

Obwohl sich die Wege der beiden Musiker vor zwei Jahren trennten, setzte Nergal sein Projekt zielstrebig und beharrlich fort und holte sich für sein neues Werk lauter illustre Gäste ins Boot u.a. Jørgen Munkeby (Shining NO), Ihsahn (Emperor), Matt Heafy (Trivium), Brent Hinds (Mastodon), Rob Caggiano (Volbeat) oder Corey Taylor (Slipknot / Stone Sour).

Die Zusammenarbeit fiel auf fruchtbaren Boden und es entstand ein spannendes und abwechslungsreiches Album, das am 27. März 2020 über Napalm Records erscheinen wird.

Den Album Motor startet der Rock-Blues Stampfer “Run With The Devil” mit der dreckigen Stimme von Jørgen Munkeby (Shining NO). Der Song könnte auch aus der Feder von The Cadillac Three oder Chrome Division stammen. Eine rockig-rotzige Punktlandung.

“Coming Home” mit Sivert Høyem (Madrugada) und auch “Mestwo” wären der passende musikalische Einstieg in ein Road Movie à la “Thelma & Louise” während „Burning Churches“ mit der kratzigen Stimme von Mat McNerney (Grave Pleasures) jedem Western Kultstatus verleihen würde.

Das schwülstige “By The River” feat. Ihsahn (Emperor) erinnert stark an Tito und Tarantula und selbst Quentin Tarantino würde bei dem herausragenden Gitarrensolo am Ende des Songs niederknien.

Das schleppend-düstere „Surrender“ besticht durch seinen Chorus bevor “Deep Down South” die Atmosphäre wieder auflockert und im Americana Stil quirliges Western-Saloon Flair versprüht.

“Man Of The Cross” feat. Jerome Reuter (Rome) erinnert stark an Nick Cave und könnte glatt vom “Murder Ballads” Album stammen, während das balladesk angehauchte “You Will Be Mine” feat. Matt Heafy (Trivium) in seiner Einfachheit besticht.

Drei musikalische Schwergewichte (Corey Taylor (Slipknot / Stone Sour) / Brent Hinds (Mastodon) / Rob Caggiano (Volbeat)) prägen “How Come?”, wobei vor allem Corey Taylor mit seiner Stimme dem Song seinen ganz eigenen Stempel aufdrückt.

Egal ob man Niklas Kvarforth (Shining) als gestört oder genial betrachtet, der letzte Song des Albums “Confession” scheint ihm auf den Leib geschrieben zu sein. Wer, wenn nicht Kvarforth könnte in 2:47 min, solch eine düster-qualvolle musikalische Aura transportieren?

Tracklist w/ featured Artists: 
01. Run With The Devil, feat. Jørgen Munkeby (Shining NO) 
02. Coming Home, feat. Sivert Høyem (Madrugada) 
03. Burning Churches, feat. Mat McNerney (Grave Pleasures) 
04. By The River, feat. Ihsahn (Emperor) 
05. Męstwo 
06. Surrender, feat. Dead Soul and Rob Caggiano (Volbeat) 
07. Deep Down South, feat. Johanna Sadonis (Lucifer) / Nicke Anderson (Entombed) 
08. Man Of The Cross, feat. Jerome Reuter (Rome) 
09. You Will Be Mine, feat. Matt Heafy (Trivium) 
10. How Come?, feat. Corey Taylor (Slipknot / Stone Sour) / Brent Hinds / Rob Caggiano (Volbeat) 
11. Confession, feat. Niklas Kvarforth (Shining SE) 
 

Neuer Mann, neue Lieder, Same Shit, Vol. 1 ist ein überaus spannendes und dynamisches Album, das sehr viele Überraschungen bereithält. Der polnische Vorzeigesatan Adam “Nergal” Darski präsentiert sich wandelbar und weit entfernt von den metallisch extremen Klängen von Behemoth.

Wer dieser Wandlung aufgeschlossen gegenüber steht, wird an Neuer Mann, neue Lieder, Same Shit, Vol. 1 seine wahre Freude haben. Wem sich bei Namen wie Corey Taylor, Brent Hinds, Johanna Sadonis oder Rob Caggiano die Fußnägel aufrollen, der sollte das Album allerdings meiden wie der Teufel das Weihwasser und die musikalischen Ambitionen des Lieblingsfrontgrunzers, jenseits von Behemoth einfach ignorieren.

Text: Sandra Baumgartl

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