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HERBERT PIXNER PROJEKT – Das „verlorene Paradies“, elektrisierend unterm Sternenhimmel….

Die längste Burg der Welt diente am vergangen Donnerstag als märchenhafte Kulisse für das Herbert Pixner Projekt aus Südtirol.

Der 43-jährige Ausnahmemusiker Herbert Pixner rief zum Konzert an einem lauen Sommerabend. 1700 Besucher folgten dem Ruf und sorgten für einen restlos ausverkauften Waffenplatz auf der Burg Burghausen im Rahmen des Kultursommers der Stadt. Dass er bereits vor Anastacia, die zwei Tage vorher aufgetreten war, restlos ausverkauft war, freute ihn „unbandig“, wie der Südtiroler witzelte.

Überhaupt hat er allen Besuchern einen unterhaltsamen Abend beschert, jenseits aller Starallüren seine Art der Volksmusik vorgetragen, mit er im Rahmen seiner „Electrifying Tour 2018“ unterwegs ist. Im Gepäck hat er auch seine kürzlich erschienene neue CD „Lost Elysion“ mit der er den 2. Teil des Programms bestritt.

Pixner, das musikalische Wunderkind aus den italienischen Alpen (Diatonische Harmonika, Klarinette, Trompete, Flügelhorn und Saxophon), spielte einen Querschnitt durch die Musikstile der Welt, begleitet von – seiner Aussage nach – dem besten Gitarristen der Welt, Manuel Randi (Gipsy, E- und Flamenco Gitarre), seiner Schwester Heidi (Tiroler Voksharfe) und dem Osttiroler Werner Unterlechner (Kontrabass). Durch seine Arrangements klingt die „Amerikanische Polka“ ebenso mitreißend wie die dem lauen Sommerabend gewidmete „Summer Bossa“.

Man nimmt ihm die verschiedenen Stilrichtungen gerne ab. Unterstützt von seinem genialen Partner Manuel Randi, erlebt man ein wahrlich elektrisierendes Feuerwerk. Das Publikum belohnte den Abend mit reichlich Applaus und Standing Ovations nach einem der absoluten Höhepunkte des Abends: „Dirty Kathy“. Zwei Stunden Spielzeit mit einer Pause vergingen wie im Flug und während man noch den Geschichten aus dem Leben der Familie Pixner lauscht, ist es schon Zeit für die Zugaben, die „man ja auch gut spielen kann, wenn man schon da ist“.

Während der erste Teil seines Programms seinen Hits aus „50 Jahren Bandgeschichte“ gewidmet ist, lag der zweite Teil des Abends auf seinem aktuellen Album. Mit Beamern auf den Hintergrund projizierten Bildern, die seine musikalische Reise unterstrichen, ließ er sein Publikum teilhaben an seinem Leben und seiner Musik.

Und so wie die Heimat des Ausnahmemusikers – ungebändigt, wild, natürlich und unbezwingbar – ist auch seine Musik. Auch deshalb war die Burg eine ideale Kulisse für einen rundum gelungenen Abend und ein sehens- und hörenswerter Ausflug in die Volksmusik weitab vom Musikantenstadl.

Hier gibt es mehr Fotos vom Herbert Pixner Projekt.

(Text+Fotos: Kirstin Dittrich)