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Gentleman auf dem Rosenheimer Sommerfest

Ein Hauch von Jamaika am Bayerischen Meer

Gentleman, alias Tilman Otto spielte am 18. Juli auf dem Rosenheimer Sommerfest und brachte Reggae und karibisches Flair nach Bayern.

Als Support trat Lotte auf. Eine kleine Göre, die nach eigenem Bekunden noch nicht lange auf der Bühne steht. Sie versuchte das Publikum mit ihren selbstgeschriebenen Songs auf den Hauptact einzustimmen, doch es gelang ihr nur leidlich. Sie wechselte zwischen gefühlvollen Balladen und rhythmischen Geschichten aus ihrem Leben, schaffte es aber nur bedingt das Publikum zu begeistern und damit auch Partylaune zu entfachen. Der Stilbruch zum sehnsüchtig erwarteten nachfolgenden Gentleman war einfach zu groß. Daher fand ich das zierliche Mädel aus Ravensburg als Vorband für eine Größe wie Gentleman leider nicht sehr passend.

Gentleman eröffnete mit zwei Intros seiner großartigen Backgroundsängerinnen. Die Stimmung ist von Anfang an ausgelassen, er holt das Publikum mit den ersten Takten des 3. Liedes voll ins Boot. Man hört ihn singen, aber zu sehen ist nur seine Band, die „Rosenheimer Vibes“, bis er gegen Ende des Songs auf die Bühne stürmt. Das ist das Startzeichen, sofort tanzen und feiern alle mit. Das Publikum, recht bunt zusammengewürfelt, dank des günstigen Festivalpasses (man kauft einen Pass für alle Veranstaltungen des Sommerfestivals für einen sehr guten Preis und geht dann auch mal auf Events, bei denen man nicht vorher weiß, was einen erwartet) nimmt die lockere Atmosphäre auf und feiert bis kurz vor 22 Uhr den lauen Sommerabend und den Sound aus Jamaika.

Bei den wenigen ruhigen Balladen und viel Reggaemusik wird er von seinen hervorragenden Musikern und Ky-Mani Marley verstärkt und begleitet. Auch die erste Reihe kam in direkten Kontakt zu ihm, als er in den Graben sprang und dort Hände schüttelte, Fans umarmte und eine Besucherin den Refrain mitsingen ließ.

Rundum ein Sommernachtstraum an einem milden Abend vor der alpenländischen Kulisse und verdammt guter Musik.

(Text + Bilder: Kirstin Dittrich)

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