From the Blog

Frenzy – Live 2018

Dem geneigten Psychobilly Fan muss man diese Band ja eigentlich nicht mehr vorstellen. Frenzy, seit 35 Jahren im Geschäft, spielte schon in der Gründerzeit an der Seite von Szenegrößen wie The Meteors, The Polecats oder auch Guana Batz. Immer wieder mischt Steve Whitehouse, Bassist und der Kopf der Band, gerne auch in anderen Projekten mit. So war er unlängst auch mit The Blue Cats auf Deutschlandtour und durfte so am 30.11, diesmal aber mit seiner Band Frenzy, wieder das Strom in München beschallen.

 

Im Vorprogramm konnten wieder Brass Knuckle Boogie aus München spielen. Leider war der Auftritt diesmal nicht so überzeugend wie bei The Blue Cats. Vielleicht lag es doch eher an der noch spärlichen Besucheranzahl. Irgendwie kam kaum Stimmung auf und wieder zeigte sich, dass das Münchner Publikum nicht gerade leicht zu begeistern ist. Brass Knuckle Boogie gaben auf jeden Fall ihr Bestes und manch einer wurde dann doch noch zum Mittanzen animiert.

Da Frenzy seit acht Jahren kein neues Album mehr veröffentlich hat, ist “In The Blood” quasi immer noch der aktuelle Longplayer. Letztendlich setzte sich die Setlist natürlich aus Klassikern wie “Hero”, “Johnny Rocket” sowie “Time Machine” und natürlich “I See Red” zusammen. Steve Whitehouse am Bass und Steve Eaton an der Stromgitarre führten ihren bekannten Tanz auf der Bühne auf und der Spaß der zwei übertrug sich sogar auf das anwesende Publikum. Manchmal habe ich schon das Gefühl, dass es an München liegt, wenn ich ähnliche Events oder Konzerte in NRW oder auch Berlin denke, ist die Szene in München schon komisch. Einerseits will man, dass solche Bands auch in den Süden kommen, wenn sie dann kommen dann ist die Resonanz verhalten und wird eigentlich keinem gerecht. Man hätte eigentlich schon mehr Leute auf einem Frenzy Konzert erwartet. Die Jungs von Frenzy ließen sich auf jeden Fall davon nicht beirren und lieferten ein solides Konzert ab. Es gab dann sogar einen Wrecking Pit und die Jungs durften sich austoben. Trotz einer neunstündigen Anreise aus Utrecht (NL) gaben Frenzy alles, um die überschaubare Meute zufriedenzustellen. Insgesamt war ein es ein guter Abend der zeigte, dass Frenzy zu Recht eine Szenegröße ist, die abliefert, auch wenn die äußeren Umstände nicht immer die Besten sind.

 

(Text+Bilder: Björn Engelke)

error: Content is protected !!