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Flotsam And Jetsam + Bliksem + Hateful Agony, München, 25.5.2015

Das Backstage in München ist immer ein Garant für gute live Mucke. Die Location ist einfach toll, vom Sec bis zum Barmann sind alle verdammt gut drauf, doch es ist jedes Mal der geniale Sound, der ein Konzert im Backstage zum Erlebnis werden lässt.

Die jungen Nackenschüttler von HATEFUL AGONY

Die jungen Nackenschüttler von HATEFUL AGONY

So war es auch wieder bei den Kult-Thrashern von FLOTSAM & JETSAM am Pfingstmontag. Schade, dass nur einige Wenige den Weg in die Reitknechtstraße gefunden haben. Aber alles der Reihe nach….

Den Abend eröffnen mit Vollgas HATEFUL AGONY. Die Jungs pflügen sich mit einer Coolness und Brutalität durch ihr Set, dass man aus dem Staunen und Grinsen nicht mehr herauskommt. Auch wenn nur gefühlte fünfzig Nasen in der Halle anwesend sind, ist dies für HATEFUL AGONY kein Grund einen Gang herunterzuschalten. Im Gegenteil, die Herren knallen uns rassiermesserscharfe Riffs um die Ohren, welche unweigerlich an Testament, Slayer oder Kreator denken lassen und den Nacken in Dauerrotation versetzen. So muss Thrash klingen, Daumen hoch – das war einfach nur geil, geil, geil!

Frauenpower mit BLIKSEM

Frauenpower mit BLIKSEM

Nach kurzer Umbaupause starten die belgischen BLIKSEM ihr Set. Es ist ja in diesem Genre immer so eine Sache mit einer Sängerin am Mikro. Aber Peggy Meeussen beweißt eindrucksvoll, dass sie es locker mit ihren männlichen Kollegen aufnehmen kann. Der Sound von BLIKSEM ist heavy und aggressiv, aber auch melodisch und teilweise düster. Das Tempo, welches HATEFUL AGONY vorgelegt haben, können die Belgier allerdings nicht halten, trotzdem liefern sie eine gute Show. Dennoch fragt man sich heimlich, warum nicht die “Arschtreter” von HATEFUL AGONY diesen Slot kurz vor dem Headliner bekommen haben.

FLOTSAM & JETSAM sind nur selten in unseren Breiten unterwegs

FLOTSAM & JETSAM sind nur selten in unseren Breiten unterwegs

Langsam wird es auch etwas voller, obwohl die Halle nicht mal zu einem Drittel gefüllt ist. Ein kurzer Soundcheck und FLOTSAM & JETSAM entern die Bühne und zeigen der Meute mit „No Place for Disgrace“, wo die Reise heute hinführt. Es ist immer wieder eindrucksvoll zu sehen, mit welcher Hingabe und Kraft Shouter Erik A.K. sich die Seele aus dem Leib schreit. Aber auch der Rest der Band überzeugt mit blanker Spielfreude. Erik sucht immer wieder den Kontakt zum Publikum. Songs wie „Dreams of Death“, „Hammerhead“ oder „I live you die“ knallen heftigst und man stellt sich die Frage, warum eine so geniale Band nie ganz den Durchbruch geschafft hat.

Wer also die Gelegenheit hat, sollte sich FLOTSAM & JETSAM unbedingt anschauen, erstens weil sie recht selten in unseren Breiten touren, aber vor allem weil sie live auf ganzer Linie überzeugen.

(Sandra “Piggy” Baumgartl)