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ERIC PASLAY – auf “Nice Guy” – Tour live in München

Eric Paslay – The Nice Guy Tour 2019
Mittwoch, 04.09.2019 München Feierwerk
Support: Lainey Wilson

Bei seiner Deutschland-Premiere im Herbst 2018 wurde ERIC PASLAY von den Fans frenetisch abgefeiert. Schon damals versprach PASLAY: „Ich komme wieder!“ Der Texaner ließ nicht lange auf sich warten. Am Mittwoch, den 04.09.2019 brachte er das Münchner Feierwerk mit großen Hits und neuen Songs im Gepäck zum Kochen.

Wer erst zum Headliner PASLAY im Feierwerk aufschlug, der verpasste die überaus bezaubernde LAINEY WILSON. Mit Gitarre und einer Schlaghose, die bis auf den Boden reichte, einem strahlenden Lächeln auf den Lippen und vor allem mit ihrer ausdrucksstarken Stimme überzeugte die junge Musikerin.

Zwischen melancholischen Balladen und witzig-frechen Songs wie „Middle Finger“ gab LAINEY kleine teils humorvolle, teils nachdenkliche Anekdoten zum Besten. Es dauerte nicht lange und die Bayern fraßen der attraktiven Langhaarigen mit den großen, strahlenden Augen aus der Hand.

Auch in ihren Liedern erzählte LAINEY Geschichten aus ihrem Leben, wie z.B. in „Two Story House“. Sie bedankte sich immer wieder beim Publikum, hatte sie doch den Eindruck, dass die Münchner Fans die ersten waren, welche ihr auch wirklich zuhörten.

München war die letzte Station der Deutschland-Tour. Und für LAINEY völlig überraschend kamen für einen Song ERIC PASLAY und Band auf die Bühne. Ein toller Abschluss für die sympathische Sängerin.

Im Feierwerk wurde es danach richtig kuschelig. Das Publikum war eine bunte Mischung aller Altersklassen – vom bärtigen Hipster bis zum Schlips- oder Stetson-Träger. Country scheint also langsam auch in Deutschland salonfähig zu werden.

Unter lautem Jubel enterten ERIC PASLAY und seine Band die Bühne. Direkt mit dem Opener „High Class“ und den folgenden “Song About A Girl”, “Under Your Spell”, “Angel Eyes” oder dem U2-Cover “Mysterious Ways” stellte PASLAY seine Qualitäten eindrucksvoll unter Beweis. Genau wie LAINEY WILSON unterhielt PASLAY seine Fans mit Geschichten, z.B. über seinen Ausflug in Aschaffenburg am Vortag. Vor seiner Show tingelte er durch die Stadt und war völlig von der Rolle, als er die „Schillerstraße“ entdeckte. Eine Straße, die den Namen seines Großvaters trägt? Gar nicht so abwegig, denn der Großvater Arnold Schiller hat deutsche Wurzeln.

Der Song “Nice Guy” schien dem Texaner mit dem Rauschebart direkt auf den Leib geschrieben. Ehrlich, witzig und bodenständig, so präsentierte sich PASLAY an diesem Abend seinen Fans. Starallüren suchte man bei dem erfolgreichen Singer/Songwriter vergebens.

Die Spielfreude von PASLAY und seiner Band übertrug sich rasch auf das textsichere Publikum, welches lautstark den Sänger unterstützte. Nicht nur stimmlich war PASLAY eine Klasse für sich. Es sind seine Songwriter Qualitäten welche ihn berühmt machten. Der Hit „Even If It Breaks Your Heart“ welchen er für die Eli Young Band schrieb brachte ihm sogar eine Grammy-Nominierung ein. Und natürlich durfte der Song neben “Young Forever”, “Woman Like Her” oder “Pill in Ibiza” auf der Setlist nicht fehlen.

Für eine junge Lady in der ersten Reihe gab es dann noch eine kleine Überraschung in Form eines T-Shirts, weil sie am lautesten schreien konnte. PASLAY war total verblüfft über die Lautstärke und meinte lachend, er würde sogar einen Song für sie schreiben. Das Shirt signierte er auf der Bühne und rieb sich vorher damit noch den Schweiss vom Gesicht. Lecker..

ERIC PASLAY und seine Band bescherten den Fans einen kurzweiligen Konzertabend, welcher mit “She Don’t Love You”, “Less Than Whole”, “Friday Night” – seinem bis dato größten Hit – und “Heartbeat Higher” zu Ende ging. Dabei wurde er zum krönenden Aschluss von einer strahlenden LAINEY WILSON unterstützt.

Country wird langsam auch in Deutschland populärer und hat schon lange nichts mehr mit dem leicht angestaubten Westernimage am Hut. Deshalb wagen immer mehr Künstler der Szene den Schritt über den großen Teich. Die Gelegenheit, einen Star wie ERIC PASLAY in einem fast familären Rahmen zu erleben, wird man so schnell nicht wieder bekommen. Auch wenn beim nächsten Mal die Location mit Sicherheit größer sein wird, freuen wir uns schon jetzt auf einen erneuten Besuch des Ausnahmekünstlers.

Text+Fotos: Sandra Baumgartl


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