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  • Release Date: Juli 08, 2016
  • Catalog No: B01GUKNYG0
  • Label: Spinefarm (Universal Music)
  • Type: Rock
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Hotei – Strangers

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Der japanische Carlos Santana

Bei japanischer Musik denken die meisten wahrscheinlich an Pling-pling-Sound und hohe Frauenstimmen – nicht unbedingt an donnernden Gitarren-Rock. Der japanische Musiker Hotei bespielt uns aber genau damit auf seinem internationalen Debütalbum „Strangers“.

Während er in seiner Heimat schon mehr als 40 Millionen Alben verkauft hat, ist Tomoyasu Hotei in anderen Teilen der Welt bisher vor allem für seinen Song „Battle Without Honor Or Humanity“ bekannt, den Quentin Tarantino zum Titelsong von „Kill Bill“ machte – und der auf „Strangers“ als Abschlusstrack vertreten ist. Auf der Special Edition des Albums finden sich neben dem Hit noch elf weitere gitarrenlastige Songs und vier exklusive Bonustracks, unter anderem die brandneuen Nummern „Power“, „Black Ships“ und „Trick Attack“.

Dass Hotei in der Musikwelt nicht irgendwer ist, merkt man spätestens, wenn man die Gästeliste auf „Strangers“ liest: Punk-Legende Iggy Pop, Richard Z. Kruspe von Rammstein/Emigrate, Matt Tuck von Bullet For My Valentine und Noko von den Electro-Pionieren Apollo 440. Sie alle geben sich die Klinke in die Hand auf Hoteis 16. Album, seiner ersten internationalen Veröffentlichung.

Der „Samurai der Gitarre“ ist in Japan bereits seit den 80er Jahren ein Star. Und „Strangers“ hat ihn – diesen nostalgischen 80s-Style. Das gesamte Album besitzt den Charme eines 80er-Jahre-Filmsoundtracks. Das ist nicht unbedingt schlecht, höchstens etwas eintönig.

Die Gitarre knurrt und schreit eindrucksvoll auf den 16 Tracks zu rockigen Rhythmen, Reggea-Klängen, Industrial-Einschlägen und an Nu Metal erinnernde Crossover-Sounds. Den besungenen Songs drücken die Gaststars ihren Stempel auf – allen voran natürlich Punk-Urgestein Iggy Pop und Emigrate-Sänger Richard Z. Kruspe.

Eins kann Hotei offensichtlich: Gitarre spielen. Das beweist er nun auch dem internationalen Publikum mit „Strangers“. Freunde rockiger Gitarrenklänge sollten sich den japanischen Superstar unbedingt ins CD-Regal holen (15 Vorgängeralben gäbe es auch noch). Ungewöhnlich: die Reminiszenz an die 80er Jahre. Das muss man mögen.

(Kathrin Tschorn)