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CYPRESS HILL – Elephants on Acid 2018

Cypress Hill, eine Straße in South Central, Los Angeles ist Namensgeber einer der erfolgreichsten Hip Hop-Bands der Welt. 1988 mit düsteren Hardcore-Beats, Latin-Flavour und markanten Raps gegründet, entwickeln sie sich innerhalb kürzester Zeit zu Sammlern von Platinplatten. Nach gut acht Jahren haben die Jungs von der Westcoast auch wieder einen aktuellen echten Longplayer am Start, nachdem zwischendurch nur Best-Of Sampler veröffentlicht wurden. Am Montag, den 10.12., waren die MCs B-Real, Sen Dog DJ Muggs und Eric Bobo am Percussion Set zu Gast in der Landeshauptstadt München. Als Bühne für den Auftritt diente an diesem Abend das Zenith in München Freimann. Wie zu erwarten sollte es viel Rauch auf und neben der Bühne geben.

Zur Aufwärmrunde wurde der Rapper Haze aus Karlsruhe verpflichtet. Es stellte sich ziemlich schnell heraus, dass die Begeisterung für deutschen Rap an diesem Abend dezent begrenzt war. Vereinzelt kam es sogar zu Buh-Rufen. Wartete das fast volle Zenith auf Cypress Hill und wollten sich nicht mit pseudo-gangsta Style Hip Hop den Abend vermiesen lassen. Thematisch war Haze zwar ganz klar dicht dran, er coverte sogar ein paar Cypress Hill Songs, aber im Großen und Ganzen war eigentlich jeder froh, als die halbe Stunde vorbei war.

Bevor Cypress Hill in voller Besetzung auf die Bühne kam, stelle DJ Mugg eine gute Viertelstunde sein Können an den Plattentellern zur Schau. Ein mehr als deutlicher Unterschied zu der vorangegangenen Darbietung. DJ Mugg beherrschte sein Handwerk und brachte die Menge in kürzester Zeit zum Toben. Als dann B-Rel, Sen Dog und Eric Bobo auf die Bühne kamen steigerte sich das Ganze noch. Die Jungs hatten das Publikum in der Hand. Zusammenfassend kann man sagen, dass das meiste Liedgut aus den ersten Alben wie Cypress Hill und Black Sunday kam – die Alben mit denen Cypress Hill ihren Ruf und Erfolg begründet hatten. Und so gab es am Montag im Zenith eine oldschool Rap Party vom Feinsten. Das es aber auch genug Rauch neben der Bühne gab, beweisen die gut 34 Anzeigen, welche die Münchner Drogenfahnder auf diesem Konzert ausstellten. Wenn man sein Hirn eingeschaltet hätte, dann hätte man dies vermeiden können. Wenn bekennende “Legalize”-Bands wie Cypress Hill in der Stadt sind, wird der Freistaat es sich nicht nehmen lassen, eine deutliche Marke zu setzen, dass man hier in Bayern ist.

(Text+Bilder: Björn Engelke)

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