From the Blog

ComicConCastle_0136

Comic Con Stuttgart – So war’s!

Ghostbusters

Ghostbusters

Die Comic Con, ein internationales Phänomen welches hauptsächlich aus den USA bekannt geworden ist und dort auch ihren Ursprung hat. Seit 1970 findet das Event in San Diego statt und dreht sich mittlerweile nicht nur um Comics, sondern um fast alles was die moderne Popkultur zu bieten hat. So war es auch nur eine Frage der Zeit, bis dieses nerdgewichtige Event seinen ersten Auftritt in Deutschland bekommt.

Am 25. und 26. Juni trafen sich in der Messehalle Stuttgart neben zahlreichen Stars auch über 50.000 Fans um ihren Helden aus Comics, Serien und Filmen Tribut zu zollen. Mit dem passenden T-Shirt galt man schon als normal und unauffällig, denn eine überwältigende Masse an Fans zeigten ihren Support in Form von mal mehr, mal weniger aufwändigen Cosplays (Wortschöpfung aus Costume und Play). Besonders Deadpool Fans waren hier kostümtechnisch überproportional vertreten. Selbst einen (fast) nackten Deadpool mit Körperfarbenkostüm gab es zu bestaunen. Zu den beliebtesten Erscheinungen zählen neben dem roten Rächer auf jeden Fall Joker, Harley Quinn und die (klassischen) Ghostbusters.

So ganz ohne Schluckauf kommt jedoch auch die deutsche Comic-Con nicht aus und so erscheint der vermutlich größte Star der Veranstaltung, Nathan Fillion (bekannt aus der Kultserie Firefly und Castle), nicht wie geplant am Samstag, sondern lediglich am Sonntag des Comic-Con Wochenendes. Wie wir erfuhren änderte dies jedoch nichts an der Gage. Diese liegt im fünfstelligen Bereich und man kann sich vorstellen wie sehr ein solch halber Ausfall schmerzen muss.

Spartacus

Spartacus

Meine persönlichen Sympathiehelden waren eindeutig Manu Bennett und Liam McIntyre von Spartacus. Die beiden haben solch einen unglaublichen Spaß auf der Bühne, da wirkt der Moderator fast still und überflüssig. Wie man es von amerikanischen Pendant kennt werden Fragen vom Publikum gestellt und die beiden Muskelpakete beantworten diese mit viel Charme und Herz. Dabei geben sie überraschender Weise viel privates von sich preis und nach einer Weile hat man fast das Gefühl sie ein wenig zu kennen. Manu erzählt unter anderem von einem “The Crow” artigen Unfall am Set. (Bei dem Film The Crow wurde der Hauptdarsteller Brandon Lee durch eine Replikaverwechslung erschossen) So wurde bei Spartacus ein Schwert vertauscht und dem Schauspieler wurde ein Brustmuskel durchtrennt.

Aber auch andere Schauspieler plaudern aus dem Nähkästchen. So erzählt Naomi Grossman, bekannt als Pepper in der Serie “American Horror Story” über ihr Casting für die Serie bei der sie nicht wusste für was sie überhaupt vorspricht. Oder Robert Picardo, bekannt als Holo-Doc aus Star Trek, welcher die komplette Einleitung nicht nur auf Deutsch, sondern sogar im schwäbischen Dialekt von sich gibt.

Marvin Clifford  & Sara Burrini

Marvin Clifford & Sara Burrini

Aber auch zahlreiche talentierte Comiczeichner wie z.B. Marvin Clifford (Shakes and Fidget, Schisslaweng) aus Berlin oder Sarah Burrini (Das Leben ist kein Ponyhof) sind angereist um den geduldig wartenden Fans ein Exemplar zu signieren und die ein oder andere Frage zu beantworten.

Die Hoffnung scheint groß nun auch in Deutschland die gleiche Akzeptanz und Freude an dem Event aufzubauen wie es die Amerikaner seit Jahrzehnten pflegen.

Die nächste Comic-Con steht für den 15. und 16. Oktober in Berlin in den Startlöchern. Wirft man einen Blick auf die geladenen Gäste (Christopher Lloyd, Robert Englund, Kenny Baker, Lena Heady), dann ist bereits jetzt eine deutliche Steigerung an kultträchtigen Stars und Sternchen zu beobachten.

Wir dürfen gespannt sein welche Messlatte der Stuttgarter Ableger für 2017 geplant hat.

Hier gibts die Bildergalerien vom Samstag, 25.06.2016:

(Fotos & Bericht: Marion Skowronski)