From the Blog

Bloodsucking Zombies From Outer Space – All These Fiendish Things Tour 2020

Nach zwei Jahren Warten ist es endlich wieder soweit, die Bloodsucking Zombies From Outer Space schlagen im Münchner Backstage auf. Für mich nach Alice Cooper showtechnisch eine der besten Bands im deutschsprachigen Raum, wenn man vom Kunstblutrumspritzen diverser Death-Metal Bands mal absieht. Die fünf Wiener warten diesmal mit einem frischen Album und neuem Schlagzeuger auf. Dead “Richy” Gein hat die Doppelrolle von Stehschlagzeug und Vocals geteilt. An den Drums gibt fortan Scary Germs den Takt vor. Somit bleibt Richy mehr Zeit sich um die Bühnenperformance zu kümmern.

Die Location ist wie beim letzten Mal der Backstage Club. Auf eine Vorband wird verzichtet, wohl auch weil es schwer ist, hier passende Bands zu finden. Dieses Mal gibt es allerdings bedeutend mehr Andrang. Mit fast 200 Menschen kommen fast doppelt so viele Gäste an diesem Sonntag in den Club. Von 20 bis Ü50 ist alles dabei, das Potenzial für gute Stimmung und kuschelige Temperaturen ist somit gegeben.

Wie Eingangs schon erwähnt greifen BZFOS gerne gängige B-Horrormovie Klischees auf. Ob es um Werwölfe, Frankenstein oder Extremitäten tragende Zombies geht, alles wird auf der Bühne zur Schau gestellt. Das volle Haus honoriert diese Einlagen mit großzügigen Applaus und Jubel. Das neue Album „All These Fiendish Things“ wird ausgiebig bespielt. Für meinen Geschmack wird die Nebelmaschine dezent zu viel eingesetzt. Ab dem zweiten Song ist man bei dem Einsatz von Stroboskop oder Blender jedes Mal halb blind. Der Stimmung tut dies jedoch keinen Abbruch. BZFOS werden frenetisch gefeiert.

Für mich kommen jedoch die Songs im Wiener Slang zu kurz. Als kurzen Ausritt gibt es „Die singenden Kinder von Hernal“, der „Mörder Blues“ oder auch etwaige Falco Cover gibt es diesmal leider nicht. In die Zugabe schafft es diesmal mit „Rainy Season“ eine B-Side von der „Night Flier“ EP. Ansonsten fast schon klassisch „Radio Active“, „Monster Mutant Boogie“ und zu guter Letzt BZFOS‘s Interpretation von Alice Coopers „Poison“. Insgesamt ein toller Abend mit guter Musik und Show. Kann man nur hoffen, dass nicht wieder zwei Jahre vergehen bevor BZFOS wieder in München spielen.

Setlist:
Prelude
This Aint no Halloween Costume
Max The Taxidermist
Shock Rock Romance
Bela Kiss
Werewolf In A Girls Dormitory
After The Storm
Moonlight Sonata
Dr. Freudstein
Pet Cemetery
Night Flier
Mondo Video
Good Guy Rag Doll
Nice Day For An Exorcism
Singende Kinder
Rainy Season (B-Side)
Radio Active
Monster Mutant Boogie
Poison

(Text+Bilder: Björn Engelke)

Comments are closed.

error: Content is protected !!