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Bad Religion – Tour Auftakt in der Muffathalle

Zeitgleich mit der Ankündigung eines neuen Albums gaben die Punk-Urgesteine von Bad Religion auch den Startschuss für die Europatour 2019 bekannt. Am 2. Mai sollte der Auftakt in der Münchner Muffathalle erfolgen, einen Tag später sollte dann das neue Album in der Ladentheke bzw. auf allen Musikplattformen dieser Welt veröffentlicht werden. Trotz der relativ kurzen Frist zwischen Ankündigung und Tour war die Muffathalle in kürzester Zeit ausverkauft! Nicht weiter verwunderlich, machen die fünf Kalifornier sonst auch die Tonhalle mit deutlich größerer Kapazität ohne Probleme voll! Mit der Muffathalle als Eventlocation konnte man fast schon von einem Klubkonzert sprechen, es versprach also ziemlich kuschelig zu werden.

Als lokaler Warm-Up waren Marathonmann aus München eingeladen, ihren Idolen den Boden zu bereiten. Mit der anfangs doch recht überschaubaren Menge war es für Marathonmann nicht allzu leicht, den Funken überspringen zu lassen. Die vier Münchner präsentierten sich mit einen Mix aus Punk und Indierock mit deutschen Texten und Post-Hardcore Elementen. Trotz gutem Sound und dem verständlichen Gesang kamen Marathonmann eigentlich erst gegen Ende ihres Sets beim Publikum an. Das etwas zu bedeutungsschwere Songwriting trug sicherlich ihren Teil dazu bei, dass sich der reguläre Bad Religion Fan nicht so ganz abgeholt fühlte. Nach einer qualitativ hochwertigen guten halben Stunde schließen Marathonmann mit den versöhnlichen Tönen von “Die Stadt gehört den Besten” und geben die Bühne mit einem ansehnlichen Applaus wieder frei.

Pünktlich um 21 Uhr fiel dann der Vorhang für Bad Religion. Mit “Chaos From Within” ging es ohne viel Federlesens gleich zur Sache. Ab der ersten Sekunde war die Begeisterung zu spüren und entlud sich sofort im Pogopit. Man merkte Greg Graffin & Co deutlich an wie viel Spaß sie daran hatten wieder auf Tour zu sein. Der Sound ließ ebenfalls keine Wünsche offen. Dementsprechend viel Energie gab es auch vom Publikum zurück. Im ersten Teil des Konzertes gab es etliche Gassenhauer aus den bisherigen Alben zu hören, inklusive drei brandneuer Songs von dem am nächsten Tag erscheinenden Album “Age of Unreason”. Um kurz vor zehn gab es dann eine kurze Pause, für die schweißnassen Urgesteine, die immerhin schon 39 Jahre Bandgeschichte auf dem Buckel haben mehr als gerechtfertigt. Man wird eben nicht jünger.

Nach guten fünf Minuten standen die Jungs aber wieder auf der Bühne und prügelten innerhalb von knapp 30 Minuten ihr viertes Studioalbum “No Control” von A bis Z durch. “No Control” zählt bis heute zu den angesehensten Punkrock Alben, für etliche Musiker ebenfalls zu den einflussreichsten. Beim letzten Song “The World Won’t Stop” war Greg Graffin nur noch in Schweiß gebadet. Nach ungefähr 80 Minuten verließen Bad Religion die Bühne so wie sie diese betreten hatten: Ohne viel Aufsehen. Mit fast 40 Jahren Bandgeschichte haben Bad Religion wieder einmal gezeigt, wo der Hammer hängt und dass sie immer noch eine Botschaft zu vermitteln haben. Punk is not dead yet!

Part 1:
Chaos from Within
Them and Us
Fuck You
The Dichotomy
Recipe for Hate
New Dark Ages
Atomic Garden
Do What You Want
My Sanity
Struck a Nerve
Generator
Flat Earth Society
21st Century (Digital Boy)
Do the Paranoid Style
American Jesus
Sorrow
Infected

Part 2:
Change of Ideas
Big Bang
No Control
Sometimes It Feels Like…
Automatic Man
I Want to Conquer the World
Sanity
Henchman
It Must Look Pretty Appealing
You
Progress
I Want Something More
Anxiety
Billy
The World Won’t Stop

(Text+Bilder: Björn Engelke)

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