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Am 24.Oktober erscheint das Epos "Suspended At Aphelion"!

While Heaven Wept Interview: Therapiesitzung mit Tom Phillips

Es ist nicht so, als hätte man mich nicht gewarnt. „Pass auf!“, haben sie gesagt. „Streich besser alle Termine“, haben sie gesagt, als wir das Interview mit dem vielschichtigen und mächtig gesprächigen Chef von WHILE HEAVEN WEPT in die Wege leiteten. Doch Tom Phillips brach trotzdem alle Erwartungen und Rekorde. Über eine Stunde (1) erzählte er von seiner nervenaufreibenden Arbeit an „Suspended At Aphelion“ und war noch lange nicht fertig, musste aber letztendlich zu seinem nächsten Termin und hinterließ eine Bombe an Material, die kaum zu bewältigen war. Doch hier ist es nun – das Interview, das beinah so episch ist, wie ihr neues Album, das am 24. Oktober in den Regalen steht und so hoffnungslos und depressiv daherkommt, dass wir die Therapiesitzung mit dem wundervollen Tom dringend nötig hatten.

Mitreißend, bitterehrlich und verdammt gesprächig: Tom, der Kopf von While Heaven Wept (Foto: Craig Hunter Ross)

Mitreißend, bitterehrlich und verdammt gesprächig: Tom, der Kopf von While Heaven Wept (Foto: Craig Hunter Ross)

Sound Infection: Hi Tom, wie geht es dir? Ich muss zugeben, euer neues Album hat mich – wenn auch im positiven Sinne – brutal frustriert. Es ist enorm hochwertig und spannend, aber die Grundaussage ist dermaßen hoffnungsraubend, dass ich erst mal nach Stricken wühlen wollte…

Tom Phillips: Ja, ich weiß! Aber wir bieten Therapiesitzung auf Tour an, um das wieder auszugleichen! (lacht) Nein, es ist in der Tat eine sehr hoffnungslose Scheibe, aber das ist ja nichts Neues für WHILE HEAVEN WEPT, wir waren noch nie gut darin, positive Bestärkung in die Welt hinauszutragen.

Gibt es einen Grund, weshalb der erste Track eures Albums ‘Icarus And I’ heißt? Viele greifen auf mythologische Figuren als Metapher zurück, was meist einleuchtend ist, doch ihr hingt noch ein ‘…And I’ dahinter. Weshalb?

Es ist ebenfalls eine Metapher und wir benutzten Ikarus als Bild für die eigene Hybris. Sie zeigt den Flug, beziehungsweise den Fall von Ikarus und projiziert ihn auf die ganze Menschheit, die nur zu gern nicht auf Warnungen hört und sich selbst ins Unglück stürzt. Ikarus scheitert an der Sonne und diese Sonne spielt für das ganze Album eine entscheidende Rolle, sie ist das Zentrum, um das sich alles dreht und der Punkt, von dem alle Menschen angezogen werden – sie symbolisiert Liebe, Ambitionen, Erfolg, Familie, einfach alles, was eine Person sich wünscht und das “Suspended At Aphelion” handelt davon, dass wir diese Ziele eben nicht immer erreichen können, egal wie sehr wir es auch versuchen. Der Song ‘Icarus And I’ erzählt demnach von dem Versuch, unseren Traum zu erreichen und der Rest beschäftigt sich mit dem Gefühl, wie es ist, bei dem Versuch zu scheitern.

Dieses verzweifelte Streben nach einem Ziel ist sehr hörbar auf der Scheibe – was sind für dich persönlich Dinge, die du dir wünschst, von denen du aber weißt, dass sie unerreichbar sind?

Was mir hier zuerst in den Sinn kommt, ist die Möglichkeit, mit mir selbst in Frieden zu leben. Ich verschwende sehr viel Zeit damit, darüber nachzudenken, was ich in der Vergangenheit anders hätte machen können. WHILE HEAVEN WEPT war für mich immer ein großer Drahtseilakt, viele meiner Texte sind direkt aus meinem Leben, erzählen von realen Beziehungen und Menschen, echten Gefühlen und sicherlich kann man sagen, dass ich über Dinge hinwegkam, indem ich über sie schrieb. Aber man kann sagen, dass mein eigenes Leben sich wie eine rote Linie durch unsere Veröffentlichungen schlängelt und ich all diese Dinge ja offenbar überstanden habe, indem ich sie ausdrückte. Die Musik ist meine Therapie, denn erst durch sie kann ich das Chaos in meinem Kopf in klare Kanäle führen und mit ihnen fertig werden, doch das bedeutet natürlich auch eine große Herausforderung für meine Bandkollegen, denn auch sie müssen damit umgehen. Oftmals resultiert mein Versuch, die Probleme zu lösen, auch nur in noch mehr Chaos und Verwüstung! (lacht) Hinzu kommt die Schwierigkeit, dass für viele meiner Kollegen die Band einen anderen Stellenwert hat, als für mich. Sie haben Frauen und Kinder, normale Jobs, aber für mich oder auch für Jim, unseren Bassisten, gibt es nur WHILE HEAVEN WEPT, wir haben nie andere Wege beschritten. Deshalb gehen wir mit anderen Ambitionen an die Musik heran. Ich will nicht sagen, dass wir nicht alle auf der selben Wellenlänge stehen, aber es ist nicht immer einfach, wir benötigen viel Diplomatie, trotzdem bleibt es kompliziert. Sobald ich eine Lösung gefunden habe, lasse ich es dich wissen! (lacht) Ansonsten ist einer meiner großen Wünsche einfach, ein größeres Publikum mit unserer Musik zu erreichen, aber wir machen eben Zeug wie damals in den Siebzigern oder Achtzigern. Unsere Alben müssen im Ganzen gehört werden und nicht nur bruchstückhaft, schließlich ist „Suspended At Aphelion“ ein vierzig-minütiger Song, auch wenn er der Einfachheit halber in einzelne Tracks unterteilt ist. Außerdem investieren wir keine Unmengen an Zeit und Geld in die Postproduction und orientieren uns stark an unseren uralten Vorbildern wie Queen, Led Zeppelin, Black Sabbath oder Rush, nur erreichen wir nicht so viele Leute…

In den USA Zuhause, doch nur in Europa erfolgreich: While Heaven Wept (Foto: Craig Hunter Ross)

In den USA Zuhause, doch nur in Europa erfolgreich: While Heaven Wept (Foto: Craig Hunter Ross)

Das ist aber auch das Faszinierende an euch. Ihr seid seit über 25 Jahren dabei und veröffentlicht Alben, ohne jemals einen großen Durchbruch gehabt zu haben. Wie hältst du das durch, insbesondere, wenn du all deine Zeit in die Musik investierst und keinen Gegenpol in Form von Familie oder einem anderen Jobs hast?

Wie gesagt, es geht mir um meine eigenen Bedürfnisse, ich brauche diese Form des Ausdrucks, weil es so oft keine Worte für das gibt, was in uns vorgeht. Ich habe mich schon hingesetzt und ein Wörterbuch von vorn bis hinten durchgelesen, dennoch fehlen mir die Möglichkeiten, gewisse Dinge sprachlich auszudrücken. Es geht mir beim Musikmachen nicht um Berühmtheit oder Erfolg, wie denn auch? Als wir loslegten, war Thrash Metal total angesagt, danach kam die Death Welle und ebbte wieder ab, viele Bands hörten mit dem Ende eines Trends ebenfalls auf, wir blieben aber immer an unserem Fleck. Erst Hammerfall haben den klassischen Metal wieder groß gemacht und auch das Internet kam uns letztendlich zugute, da es Hörern erlaubt, sich ihr eigenes Genre zu suchen, ohne immer einem Trend folgen zu müssen. Trotzdem muss man sagen, dass das, was wir taten, immer die am wenigsten populäre Musik überhaupt war! Doom, Progressive Rock, das hassen die Leute und bis 2003 gab es für Doom gar keine richtige Szene, erst danach hatten wir langsam das Gefühl, mal auf einer Welle mitzureiten, trotzdem waren wir nie gefragt und hielten einfach durch. Es geht uns nicht um Verkaufszahlen, wir sitzen gern in unserer kleinen Nische. Denn selbst jetzt, wo wir bei Nuclear Blast, dem größten Metal Label der Welt, sind, dümpeln wir noch als Underdogs herum, und haben kaum CDs in unserer Heimat USA veröffentlicht, lediglich in Europa werden wir gehört. Ich glaube auch, wenn mehr Leute Zugang zu unserer Musik hätten, würden sie definitiv etwas darin für sich entdecken, egal woher sie kommen.

Ja, ihr deckt vor allem eine riesige Spanne an Gefühlen ab, insbesondere Angst, Trauer und Depression – Zustände, die schließlich überall auf der Welt existieren…

Das stimmt. Frustration, Depression, Wut sind alles Dinge, die jeder Mensch kennt, aber nicht jeder möchte sie sich eingestehen, weil es bei den meisten noch als Schwäche gilt. In ganzen Kulturen ist es üblich, seine Gefühle zu verbergen, man darf nicht weinen oder sich offen nach außen präsentieren. Ich denke auch, dass viele Leute Musik als Möglichkeit nutzen, um vor ihren Gefühlen davonzulaufen, dafür sind wir jedoch nicht die geeignete Band. Uns spielt man nicht in Bars, weil wir einfach zu deprimierend wirken, kein Mensch geht in eine Bar, um sich noch mehr frustrieren zu lassen. Aber das ist okay. Wir schreiben keine Musik für Genres, Kritiken oder bestimmte Erwartungen, wir wollen nur unsere eigenen Träume verwirklichen und uns ausdrücken. Das ist alles. Und deshalb konnten wir auch 25 Jahre existieren.

Den Gedanken kann ich gut nachvollziehen, dennoch kommt da bei mir die Frage auf: Gab es nie Momente, in denen du beschließen wolltest, ein Album NICHT der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, sondern es tatsächlich nur für dich allein zu machen?

Am 24.Oktober erscheint das Epos "Suspended At Aphelion"!

Am 24.Oktober erscheint das Epos “Suspended At Aphelion”!

Ja, es gab viele Momente, in denen ich daran dachte. Meine Alben sind Konversationen, sie sind geschrieben als Gespräch zwischen mir und einer anderen Person und somit gibt es darauf auch Dinge, die nur diese eine Person verstehen wird. Auf „Thus With A Kiss I Die“ habe ich sogar authentische Zitate verwendet, wie „You said, you’re not the only one in this world“, das wurde wirklich zu mir gesagt und immer wieder überlege ich, ob ich Lieder für mich behalten sollte, aber es überwältigt mich einfach zu sehr, wenn völlig fremde Menschen danach zu mir kommen und Kontakt zu mir aufnehmen, sagen, dass es ihnen ähnlich ging und sie auch bereits Scheidungen, Todesfälle oder Krankheiten erlitten. Sie teilten absolut private und schockierende Dinge mit uns, ohne uns zu kennen, aber meinten, dass es ihnen enorm geholfen hätte, zu wissen, dass es auf der Welt Leute gibt, denen es ähnlich erging. Und deshalb will ich nichts von meiner Musik zurückhalten, zensieren oder verstecken. Bisher gab es nur einen einzigen Song, der nicht das Tageslicht erblickt hat, vielleicht wird er das irgendwann, aber momentan kann ich darüber noch nicht einmal sprechen, ohne dass mir die Luft wegbleibt. Es handelt sich quasi um einen Brief an ein ungeborenes Kind und vorerst wird der Song noch in meinem privaten Archiv bleiben, weil er einfach zu intensiv ist. Abgesehen davon versuchen wir aber immer, so offen wie nur möglich zu sein, sowohl in unserer Musik als auch in Interviews, weil wir genau wissen, dass es dort draußen Leute gibt, die ebenfalls im Leben straucheln. Und falls wir nur einer einzigen Person helfen können, dann wäre das das größte Geschenk der Welt für uns.
Es passierte mir bereits häufiger, dass Leute mich kontaktierten und sagten, dass sie unsere Musik auf Beerdigungen spielen, weil sie ihnen selbst oder dem Verstorbenen so viel bedeutete und wenn man darüber nachdenkt, dann ist dass absolut verrückt! Außerdem kann man „Suspended At Aphelion“ als Logbuch für meine Trockenheit interpretieren, ich bin nun seit 18 Monaten trocken, aber es gab so viele Todesfälle und Verluste in letzter Zeit, die mich schwer getroffen haben. Jason von The Gates Of Slumber, der nie die Hilfe bekam, die er benötigte, und natürlich mein Held Jeff Hanneman. Es ist schrecklich, Leute gehen zu sehen und deshalb will ich, dass Fans wissen, dass sie jederzeit zu uns Kontakt aufnehmen können, wenn sie Rat brauchen. Das ist kein leeres Gerede, wir sind jederzeit nach Konzerten oder auf Facebook erreichbar und egal wie erfolgreich wir vielleicht irgendwann mal werden könnten, das wird sich niemals ändern. Wir beantworteten sogar noch Briefe per Hand, insbesondere, wenn es um persönliche Probleme ging. Wir sind zwar keine Therapeuten, aber wir helfen, wo wir können.

Gab es in solchen Situationen nie Momente, in denen ihr völlig überfordert wart mit der Rolle des Fan-Therapeuten?

Es gibt natürlich Fälle, wo professionelle Hilfe nötig ist. Aber wir bieten gern ein offenes Ohr oder teilen unsere eigenen Erfahrungen, wenn es jemand anderem helfen kann. Du wärst überrascht, auf welchen Gebieten wir manchmal sogar helfen können oder Ratschläge wissen… Unser Sänger Rain zum Beispiel ist Mitarbeiter einer der größten pharmazeutischen Unternehmen und kennt manchmal sogar für medikamentöse Schwierigkeiten eine Lösung, sein Spezialgebiet ist Diabetes, er weiß über verdammt vieles Bescheid! Sogar bei Diäten oder Ernährungsfragen können wir helfen, so albern das auch klingt! Also für alle körperlichen und geistigen Sorgen stehen wir jederzeit für Verfügung.

Beeindruckend, das hört man in dem Ausmaß sonst von keiner Band. Ich notiere mir mal deine Nummer, okay? (lacht) Um zu eurem Album zurückzukommen: Rain sagte in einem der Promovideos, dass die Aufnahmen ziemlich ätzend waren. Was genau ging da vor?

Ebenfalls bei Nuclear Blast im Sortiment: Fear Of Infinity

Ebenfalls bei Nuclear Blast im Sortiment: “Fear Of Infinity”

Wir haben ein Foto auf unserer Facebookseite, das das ganz gut untermalt, da sitzt Rain auf der Couch und hält frustriert den Kopf auf die Hand gestützt. Aber für jeden von uns war die Aufnahme anders, ich selbst empfand es als großartige Erfahrung, weil unser Tontechniker und ich uns wortlos verstanden, wir waren uns immer sofort einig, ob etwas gut war oder wiederholt werden sollte. Aber sogar Scott, der sonst immer sehr locker und cool mit allem umgeht, hatte bei der Scheibe seine Schwierigkeiten, weil sie so kompliziert ist. Die Musik ist unglaublich schwer zu spielen, weil es nicht nur Geschredder ist, sondern viele Harmonien enthält, die man sonst im Metal oder Rock gar nicht wiederfindet. Die meisten Parts wurden in anderthalb Tagen eingespielt, aber für Rain war es schwer, weil er oftmals glaubte, dass er gerade die Performance seines Lebens hingelegt hätte, aber dann schaute er durch das Aufnahmefenster zu unserem Techniker und der schüttelte nur den Kopf. Das war natürlich frustrierend für ihn. Aber ich hatte eine genaue Vorstellung, wie die Songs zu klingen hatten – am Ende von „Lifelines Lost“ ist beispielsweise der Text „Reciting every word of prayers unanswered, slowly I have surrendered to Aphelion“, den wir mit modernster Technik enorm aufplustern könnten, aber ich wollte, dass Rain diesen Part in einem Atemzug aufnimmt, um die Verzweiflung am Ende zu bekommen – er ringt dort wirklich nach Luft und so sollte es sein.

Du schriebst die Teile für das Album über mehrere Jahre hinweg, aber musstest es letztendlich schaffen, alle Parts zu einem riesigen, vierzigminütigen Song zusammenzusetzen. Wie schwer gestaltete sich das, bekamst du nie das Problem, dass die ältere Sachen nicht mehr zu dem passten, was du einige Jahre später geschrieben hast?

Ich begann mit dem Schreiben in der letzten Dezemberwoche von 2011 und es schrieb sich regelrecht selbst bis März 2012, entwickelte sich immer weiter. Und so ist es eigentlich immer, wir schreiben Musik nicht aktiv, sondern lassen sie quasi geschehen, und was du auf der Platte hörst, ist exakt das, was innerhalb dieser drei Monate entstand. Später kam nur noch „Heartburst“ dazu, was ursprünglich ein Klavier Interlude war und eine Minute ging, aber ich hatte danach das Gefühl, dass nichts mehr gesagt werden musste. Auch die Textpassagen entwickelten sich danach sehr schnell, allerdings dauerte es einige Zeit, bis wir die Vocals über die Songs legten und das war recht seltsam, weil ich die Tracks lange nur instrumental im Kopf gehabt hatte und schon so daran gewöhnt war. Deshalb war es schwerer als alles andere, aber im Nachhinein denke ich, dass alles seinen Platz gefunden hat.

Auf einem eurer Fotos aus dem Studio hat euer Produzent eine Handpuppe – was hat es denn mit der auf sich, brauchtet ihr ein kleines Maskottchen zur moralischen Unterstützung?

Oh, das ist Ziltoid von Devin Townsend! Ich mag das Foto, normalerweise hassen wir es zu posieren, aber das war am letzten Tag des Mixings und man erkennt, wie erleichtert wir alle sind. Außerdem passiert es selten, dass man uns mal alle auf einem Fleck erwischt, wir sind über fünf verschiedene Staaten verteilt, teilweise haben wir dreitägige Autofahrtstrecken zwischen uns, jeder wohnt in einer anderen Ecke! Deshalb ist es immer eine riesige Herausforderung, überhaupt mal alle Mitglieder auf einem Fleck zu haben. Wenn wir dann auf Tour gehen, sind unsere ersten Shows oft wackelig, weil wir vorher nur ein Mal geschafft haben, zu proben! Andererseits ist es dann manchmal einfach magisch – manchmal aber auch scheiße (lacht). Wir geben aber stets unser Bestes und es unterstreicht noch einmal, wie anders wir sind, im Gegensatz zu “normalen” Bands, die regelmäßig zusammen arbeiten und sich täglich sehen.

(Foto: Craig Hunter Ross)

(Foto: Craig Hunter Ross)

Und wann dürfen wir uns hier von euren Livekünsten überzeugen, bringt ihr euer neues Album hier nach Europa?

Darauf kannst du wetten! Wir werden Europa in zwei Teilen bedienen, den ersten Part ziehen wir im Frühling durch, weil keiner von uns Lust hat, Europa im Winter zu machen (lacht), uns reichte schon, dass wir mal in einem kleinen Van ohne Heizung durch die Gegend gekurvt sind und alle krank wurden… Dann hoffen wir auf ein paar Gelegenheiten während der Sommerfestivals, aber die große Tour geht im Oktober weiter und wir können es kaum erwarten! Deutschland, Holland, Griechenland, das waren immer unsere Lieblingsplätze und wir möchten nicht nur als Vorband auftreten, wie zuvor oft, sondern uns diesmal auch als Headliner beweisen.

Genial, dann sehen wir uns dort hoffentlich! Tom, ich danke dir vielmals, es ist genial, wie viel Zeit du dir genommen hast! Aber ich befürchte, du musst gleich dein nächstes Interview machen, richtig?

Ja, das stimmt. Aber es war mir eine große Freude und ich fand es spannend, mal so ausgiebig über ganz andere Dinge zu reden, weißt du, nach 25 Jahren kann ich “Erzähl uns die Geschichte deiner Band” langsam nicht mehr hören (lacht). Nach 80 verschiedenen Bandmitgliedern blicke ich da schon selbst nicht mehr durch, haha! Nein ernsthaft, ich kann mich nicht einmal mehr an alle Namen erinnern… Aber das ist eine andere Geschichte – vielen Dank für das Interview und ich hoffe, dass ich dir ein wenig Gratis-Therapie nach dem Schock von unserem Album geben konnte, ich weiß ja selbst, wie viel sie einem abverlangt. Aber ich denke nach einigen Malen des Durchhörens wird es weniger niederschmetternd sein und man erkennt auch die positiven Momente darin…

Hier gibt es das neue Wunderwerk “Suspended At Aphelion” ab Morgen bei Nuclear Blast im Shop zu kaufen!

(Anne Catherine Swallow)

 

©Sound Infection 2015