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REX BROWN – Smoke On This in Weinheim

Rex Brown  – Smoke on this Tour 2017
Donnerstag, 07.09.2017 Weinheim, Cafe Central
Support: AC Angry

Als Support an diesem Abend, hatte man die Band AC Angry aus Saarbrücken verpflichtet. Mit dem letzten Album “Appetite for Erection” im Gepäck, wollte man dem Publikum im Cafe Central ordentlich einheizen, bevor Rex Brown mit seiner Band die Bühne betrat.

AC ANgry (1 von 1)Leider bot sich der Band, beim Entern der Bühne ein trauriges Bild. Nur rund vierzig bis fünfzig Leute hatten den Weg ins Cafe Central gefunden. Nichts desto trotz legte die Band ordentlich los. Nach einem kurzen Intro gab es mit “The Balls are in Town” und “I wanna hurt somebody” die ersten Songs vom neuen Album zu hören. Frontman Alan Costa gab sich redlich Mühe die anwesenden Metalheads näher an die Bühne zu locken und zum Mitmachen zu animieren, aber mit nur mäßigem Erfolg. Die meisten der angereisten Metaller wollten der gebotenen Liveshow nur in sicherem Abstand gemütlich beiwohnen, ansatt sich in irgendeiner Form zu beteiligen. Jede ignorierte Aufforderung wurde vom Sänger mit einem Lächeln auf den Lippen und den Worten “Ok, drauf geschissen” kommentiert, aber gerade da zeigte sich die ProfessionalitätAC ANgry (1 von 1)-2 der Band, die unvermindert und mit großer Leidenschaft weiterspielte. Im weiteren Verlauf des Konzertes, kam jetzt auch endlich das Publikum auf Touren und bedachte die Band mit Applaus und Anfeuerungsrufen. Mit den Zugaben Dirty Deeds” ( AC/DC Cover ) und “AC Angry” vom “Black Denim” Debutalbum, hatte man das Publikum auf seiner Seite. Daumen hoch Jungs, ihr habt das Beste aus diesem Abend gemacht! Viele Bands hätten beim Anblick des nur mäßig gefüllten Konzertsaals die Lust verloren, aber in solchen Momenten zeigt sich wahre Größe.

Rex Brown (1 von 1)-5Nach einer kurzen Umbaupause betrat Rex Brown mit Band die Bühne. Rex Brown bekannt durch Bands wie Pantera, Down, Kill Devil Hill, Crowbar und Rebel Meets Rebel, mehrfach für den Grammy Award nominiert mit Gold und Platin-Alben ausgezeichnet nun zu Gast in kleinen und nur mäßig gefüllten Central….Was mag diesem Mann wohl durch den Kopf gehen, wenn er jetzt in diesen kleinen Clubs spielt? Keine Ahnung, aber anzumerken war dem guten Rex nichts! Zu dem in ungewohnter Rolle, nicht nur am Bass, sondern nun auch am Mikro. Der Titel des Debütalbums “Smoke on this” passte wie die sprichwörtliche Faust aufsRex Brown (1 von 1)-6 Auge, denn gefühlt gab es zu jedem Song, außer einem neuen Instrument auch eine neue Zigarette. Los ging es mit den Songs “Lone Rider” und “Crossing Lines”. Nach anfänglichen Problemen mit dem Sound (zu niedrige Aussteuerung des Gesangs) wurde dieser im Verlauf des Konzertes merklich besser. Im Publikum fiel außerdem eine kleine Gruppe illustrer Gestalten auf, die einen besonderen Kleidungsstil hatte. Ein junger Mann mit Zylinder, türkisfarbenen Shirt und weißem Rock stach besonders aus der sonst ausnahmslos schwarz gekleideten Zuschauermenge heraus. Wie sich später herausstellte, Rex Brown (1 von 1)-2handelte es sich um ein paar Freunde von Rex, die aus Nashville angereist waren. Allesamt Mitglieder der Band Her ( www.theinfamousher.com ). Beim letzten Song “One of these Days” enterten die Bandmitglieder die Bühne und Frontfrau Monique Staffile sang tatkräftig mit. Da musste Rex kurzzeitig die Aufmerksamkeit des Publikums an Monique abtreten. Schade, das nun das Konzert zu Ende war, aber das war sicher nicht das letzte Mal das Rex Brown mit Band zu Gast in Deutschland waren.

Nach fünfzehn Minuten kam die Gruppe aus dem Backstage-Bereich, schrieb bereitwillig Autogramme und stand für Fotos bereit. Toll, dass beide Bands trotz dürftiger Zuschauerzahlen eine gelungene Show abgeliefert haben. Ein gelungener Abend auf Grund der Routine und Spielfreude beider Bands, die merklich Spaß an der Sache hatten und sich auch von suboptimalen Bedingungen, nicht aus dem Konzept bringen ließen.

(Text+Fotos: Mattias Hellmann)