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Onslaught (1 von 1)-2

ONSLAUGHT – Thrash-Gewitter über Mannheim

Chronosphere (1 von 1)Den Abend im 7er Club eröffneten die 2009 in Athen gegründeten Chronosphere. Die Jungs kamen auf die Bühne und legten los, als gäbe es kein Morgen mehr. Es wurde wie wild gebangt und die Bandmitglieder tobten über die Bühne wie ein Schwarm wildgewordener Hornissen.

Chronosphere (1 von 1)-2Auch musikalisch brauchten sich die „Jungen Wilden“ nicht zu verstecken! Es wurde astreiner Thrash geboten, der immer wieder an Szenegrößen wie Testament, Slayer und Exodus erinnerte. Zum Abschluss gab es eine gelungene Coverversion des Motörhead-Klassikers „Ace of Spades“. Eine junge Band mit Potential, von der man in der Zukunft sicher noch hören wird.

Exarsis (1 von 1)Als zweite Band enterten Exarsis (ebenfalls 2009 in Kiato/GR gegründet) die Bühne. Sie taten es ihren Landsmännern gleich und rannten und bangten auf der Bühne um die Wette. Dem Bassisten war irgendwann die Bühne zu klein und er sprang kurzerhand in das überraschte Publikum, um auch die letzten Thrasher zum Mitmachen zu motivieren.

Exarsis (1 von 1)-2Einzig den hohen Gesang des Sängers Alexis Papatheofanous empfand ich auf Dauer als störend, aber das ist bekanntlich eine Frage des Geschmacks. Es ist schon bemerkenswert, was Griechenland, bekannt als das Land der Dichter und Denker, in den letzten Jahren an Thrash-Perlen hervorgebracht hat.

Artillery (1 von 1)-2Als dritte Band des Abends betraten die dänischen Artillery die Bühne, die 1982 in Taastrup in der Nähe von Kopenhagen gegründet wurden. Aber wer stand denn da eigentlich auf der Bühne? Scheinbar hatte es einige Wechsel innerhalb der Band gegeben, aber das ließ sich erst am Ende der Show im Gespräch mit der Band vollends aufklären.

Gespielt wurden Lieder aller Schaffensphasen: vom Debutalbum „ Fear of Tomorrow“ (1985) bis zum Letzten Album „Penalty by Perception“, welches am 25. März 2016 auf Metal Blade Records erschienen ist. Klar sind die Herren genau wie ihre Fans inzwischen in die Jahre gekommen, aber wer eine lauwarme Nummer erwartet hatte, wurde eines Besseren belehrt. Auch wenn nicht alle wie wild über die Bühne tobten, die Finger der beiden Gitarrenspieler haben nichts an Geschwindigkeit eingebüßt.

Artillery (1 von 1)Der Mann am Mikro, Soren Adamsen (eingesprungen für Sänger Michael Bastholm Dahl), lieferte eine tolle Show ab und war gesanglich voll auf der Höhe. Mit Liedern wie „Legions“, „Live by the Scythe“ und „In the Trash“ konnte man die Zuschauer vollends begeistern. Ein unbeabsichtigter Schlag des Basshalses in das Gesicht von Ersatzgitarristen Kren Meier (als Ersatz für Morten Stützer) ließ diesen kurz zu Boden gehen, aber nach Sekunden rappelte er sich wieder auf und setzte den Auftritt fort. Nach dem Konzert stellte sich heraus, dass Peter Thorslund durch Tobias Nefer am Bass und Josua Madsen durch den jungen Dani Jelsgard am Schlagzeug vertreten wurden. Trotz der ganzen Umstellungen innerhalb der Band ein klasse Show Jungs. Hut ab!

Onslaught (1 von 1)-3Nun war der Zeitpunkt gekommen, an dem der Hauptact des Abends, Onslaught aus Großbritannien (ebenfalls 1982 gegründet), die Bühne betrat. Auch Onslaught konnten bei der Songauswahl aus dem Vollen schöpfen. Mit den Songs „Let there be Death“, „Fight with the Beast“ und „Demoniac“ ging es gleich heftig los. Den Aufforderungen der Band nach einem Circle Pit kam das Publikum gerne nach.

Onslaught (1 von 1)Beim Klassiker mit dem Spieluhr-Intro „66 Fucking´6“ grölte das Publikum den Refrain lauthals mit. Spätestens beim ersten Glockenschlag des nächsten Liedes wusste jeder Fan, dass nun Onslaught (Power from Hell) auf dem Programm stand. Mit „Thermonuclear Devastation“ beendete die Band um Nige Rockett und Sy Keeler unter „Onslaught, Onslaught“-Rufen diesen schönen Konzertabend.

(Text+Fotos: Matthias Hellmann)

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