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MONKEY 3 – LSD Trip am Rande des Universums im Mannheimer 7er Club

DeThe Necromancers  (1 von 1)-2n Abend im 7er Club eröffneten The Necromancers aus Poitiers in Frankreich. Mit ihrem Debut-Album „Servants of the Salem Girl“ im Gepäck, welches am 18.08.2017 auf Ripple Music erschienen ist, legten die Jungs gleich los. Ihre Mischung aus Psychedelic Doom und Stoner Rock haben mir gut gefallen. Manche Riffs erinnerten an Black Sabbath und die schnellen Parts an The Queens Of The Stone Age. Zudem passte die Stimme von Frontman Tom perfekt ins musikalische Gesamtkonzept. Das Debutalbum und die Live-Performance lassen auf weitere gute Veröffentlichungen hoffen. Weiter so, Jungs!

Nach einer kurzen Umbaupause betrat dann der Headliner Monkey 3 die Bühne. Optisch bekam der BesucherMonkey3 (1 von 1)-2 nun mehr geboten, da verschiedene LED-Symbole auf der Bühne aufgebaut wurden und auf das Drumkit eine Video-Projektion gerichtet war. Wer bereit war, sich auf die Musik einzulassen, der wurde von sphärischen Klängen zum Träumen verführt, von treibenden Beats der Realität entrückt, um später in einem brachialen Soundgewitter wieder zu erwachen. Boris, der Sänger und Gitarrist, stand meist mit geschlossenen Augen da, völlig eins mit der Musik und verschmolzen mit seiner Gitarre. Bei demjenigen, bei Monkey3 (1 von 1)-3dem das Kopfkino versagte, dem Griff die Band mit ihrer Multimedia-Show tatkräftig unter die Arme. Dank der projezierten Videos befand man sich plötzlich wieder in den Weiten des Universums, in der Wüste, von einem übergroßen Auge beobachtet oder in einem Meer aus geometrischen Formen und Farben einem LSD-Trip gleich. Auch Filmsequenzen aus dem düsteren Wikingerfilm „Walhalla Rising“ (mit Mads Mikkelsen) fanden im Set ihre Verwendung. Auf den Einsatz von Nebelmaschinen konnte an diesem Abend getrost verzichtet werden da DP (Keyboard ) und Boris (Vocals undMonkey3 (1 von 1)-5 Gitarre) das mit ihren E-Zigaretten selbst in die Hand nahmen, und regelmäßig Fontänen von Wasserdampf ausbliesen.(Haha!)
Alles in allem ein Konzert mit berauschender Wirkung, das leider an diesem Abend nur wenige Rockfans in den 7er Club nach Mannheim locken konnte. Die, die da waren, zeigten sich hellauf begeistert und ließen die Band nicht ohne Zugabe von der Bühne. Ein toller Konzertabend, der einem im Gedächtnis bleiben wird! Für alle Vinyl-Sammler wie mich, gab es zwei, nur auf der Tour erhältliche Versionen, zum Einen des letzten Albums „Astra Symmetry“ (white Vinyl) und zum Zweiten das Live-Album „Live at Freak Valley“ (yellow Vinyl). Leider hatte ich an diesem Abend zu wenig Kohle dabei, was mir nicht noch einmal passieren wird. Ich hoffe man sieht sich bald wieder, hier oder am Rande des Universums!

(Text+Fotos: Matthias Hellmann)