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Autogrammstunde

IMPERICON FESTIVAL 2016 – Old School meets Pikachu

Bereits das sechste Mal veranstaltet der Metal Core Merchandise Riese sein eigenes Festival und wir von Sound Infection waren hautnah dabei.

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Der Wettergott meinte es gut mit mir als ich gegen 11:30 am Zenith München ankam und die Menschenmasse hielt sich auch noch im Rahmen. Noch wohlgemerkt, denn dies sollte sich recht schnell ändern. Die Türen zur Halle öffneten sich gegen 12 und kurz vor 13 Uhr begann auch schon Hellions als erste Band in die Saiten zu schreddern. Die Leute waren in guter Stimmung, aber für Metal Core Verhältnisse noch relativ verhalten. Um für zusätzliche gute Laune zu Sorgen waren mehrere Sponsoren vor Ort die mit teilweise wirklich ausgefallenen und witzigen Ideen auffielen. Ibanez ließ auf mitgebrachten Gitarren schon mal für den eigenen, zukünftigen Auftritt proben. Dies wurde von vielen Fans dankend angenommen und es fielen mehrfach Fans auf, die durchaus als junge Talente durchgehen konnten.

Der Energy-Gigant Monster wurde besonders kreativ. Anstatt auf die simple Idee zu kommen gratis Energy Drinks zu verteilen, stellte man in der Halle einen kleinen Pavillon auf, in dem wartende Friseure den Fans kostenfrei aber gerne gegen ein kleines Trinkgeld, einen coolen und musikalisch stimmigen Schnitt verpassten.

Neben den Friseuren gab es ebenfalls ein Autogramm Pavillon in denen sich fast schon schräge Szenen, teenyhaften Ausmaßes abspielten. Da wurde gekreischt, gehüpft und gejubelt so dass man den Eindruck hätte gewinnen können sich auf einem Justin Bieber Konzert zu befinden. Für alle Umstehenden auf jeden Fall äußerst amüsant und belustigend.

Mein persönlicher musikalischer Favorit war übrigens Blessthefall, welche ein wenig den typischen Metal Core mit ihren Clearvocal-Einlagen durchbrachen.

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Pikka Pikka!

Die Masse schien sich jedoch hauptsächlich auf zwei Bands aufzuteilen. Die einen waren eher wegen Hatebreed hier, die andere Hälfte wegen Eskimo Callboy VS Callejon. Fans der Letzteren waren durch ihre quietschebunten Pikachu & Co. Kostüme sowie dem allgemein bunteren Look sehr leicht auszumachen. Ich hätte Regenbogen kotzen können, aber jedem das seine.

Mit lautem Getöse und einem auf einem Stock aufgespießten, überdimensionalen Hasenstofftierkopf marschierten die Jungs von Eskimo Callboy zusammen mit ihrem Battlepartner Callejon über die Bühne. Scooter bildete die Hintergrundmusik in diesem ritualisierten Intro und die Fans feierten sie dafür. Eine riesige Bar war auf der Bühne aufgebaut und glückliche Zuschauer welche im Besitz einer sogenannten “Wild Card” waren, durften aus nächster Nähe während des Konzerts trinken. Mehr Ibiza geht nicht. Für die einen ein riesen Spaß, für mich fast zu strange und abgefahren.

Ein weiterer Höhepunkt bzw. der vermutlich allgemeine Höhepunkt des Abends war Hatebreed. Die Stimmung war dermaßen am kochen, man hätte die Luft schneiden können. Witzigerweise hatte ich den Eindruck der Pikachu-Fanclub hat hier in großen Teilen schon das Weite gesucht. Somit waren die US-Amerikanischen Metalgötter der perfekte Ausklang eines fantastischen Festivals.

Müde und geschafft schleppe ich mich nach Hause und träume von coolen Bands und kotzenden Einhörnern.

Running Order:

Mehr Impressionen vom Festival:

(Bericht & Fotos: Marion Skowronski)

 

©Sound Infection 2015