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Dream Theatre-3

DREAM THEATER – Prog Feuerwerk im Münchner Zenith

DREAM THEATER – Images, Words & Beyond – 25th Anniversary Tour
Dienstag, 09.05.2017 München, Zenith
Support: KEINER

Die Prog Metal Pioniere von Dream Theater kamen am Dienstag, den 09.05.2015 in die bayerische Landeshauptstadt, um mit ihren Anhängern einen Abend lang ihr wegweisendes Album “Images And Words” zu feiern. Und was die Herren um James LaBrie an diesem Abend im Zenith ablieferten, dürfte den Fans noch lange ein breites Grinsen ins Gesicht zaubern.

Dream Theatre-21Kaum eine andere Band beherrscht die Spielart Prog Metal, eine stilistische Mischung aus den Musikrichtungen Progressive Rock, Heavy Metal und Psychedelic Rock so perfekt, wie die Amis von Dream Theater. Und dies stellte das Quintett auch direkt unter Beweis. Pünktlich um 20:00 Uhr enterten Dream Theater, unter lautem Jubel der Fans, die Bühne. Eine Supportband? Fehlanzeige – Dream Theater supporteten sich selbst und starteten direkt mit “The Dark Eternal Night” ihr Set., Mit „Our New World“, „Hell’s Kitchen“, „The Gift Of Music“, „Portrait Of Tracy“ oder „Breaking All Illusions“ wärmten sie ihre Anhänger in der Halle bestens für den sehnsüchtig erwarteten zweiten Teil des Abends auf. Waren doch wohl die meisten Fans gespannt auf die Live-Umsetzung von „Images And Words“ nach 25 Jahren.

Für die Liebhaber ist der Prog Metal mit seinen komplexen Songstrukturen und den schnellen Tempowechseln einDream Theatre-31 Genuss, doch für einen absoluten „Ohrenschmaus“ ist das Zenith leider nicht immer die erste Wahl. Doch an diesem Abend war der Sound erstaunlich gut, sogar im vorderen Teil der Halle.
Und so ging es in die nächste Runde. Die Tour steht unter dem Motto „Images, Words & Beyond“ und obwohl aus dieser Zeit von der Originalbesetzung Mike Portnoy und Kevin Moore fehlten, hatte man mit Jordan Rudess und dem neuen Drummer Mike Mangini einen adäquaten Ersatz gefunden, wobei Moore und Rudess gegensätzlicher nicht sein könnten.Während Moore eher zurückhaltend agierte, mutierte Rudess nicht nur beim Keyboardsolo zur Rampensau.

Dream Theatre-8Auch wenn Songs wie „Pull Me Under“, „Metropolis Pt. 1: The Miracle & The Sleeper“, das ultimative Progmonster „“Take the Time“, Under A Glass Moon“ oder „Learning To Live“ nichts von ihrer Faszination verloren haben, so ging doch ein viertel Jahrhundert nicht ganz spurlos an den Musikern vorüber. LaBrie hatte zwar nichts von seinem Charme eingebüßt, doch stimmlich wies der sympathische Sänger doch hin- und wieder einige Defizite auf und hinterließ teilweise einen leicht gequälten Eindruck. Allerdings war dies Jammern auf hohem Niveau, denn spieltechnisch konnte jeder einzelne Musiker überzeugen und seine  Qualitäten und Fähigkeiten bei einem Solo unter Beweis stellen. Und auch im Zusammenspiel wurden Dream Theater den höchsten technischen Ansprüchen gerecht.

Im dritten und letzten Konzertteil gaben Dream Theater “A Change of Seasons I-VII” zum Besten. Es war einDream Theatre wahres Prog-Feuerwerk welches das Quintett im Zenith abfackelte. Und welche Band bietet den Fans fast sagenhafte drei Stunden Livegenuss?

Dream Theatre-23Dream Theater haben zum fünfundzwanzigjährigen Jubiläum ihres Albums „Images And Words“ bewiesen, dass sie immer noch eine hervorragend Liveband sind und mit ihren hochkomplexen Werken aus der „Images-Ära“ zu einer Punktlandung angesetzt. Ein Prog-Fest, welches noch lange bei allen Liebhabern nachhallen wird.

(Text+Fotos: Sandra Baumgartl)

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