riseagainst
  • Release Date: Juli 11, 2014
  • Catalog No: B00KTQDBP6
  • Label: Interscope (Universal)
  • Type: Metal, Punk, und Rock
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Rise Against: The Black Market

Rating:

Dafür, dass die US-Amerikaner von Rise Against aus der Hardcore-Ecke stammen, fällt ihre Musik erstaunlich melodisch aus und ist somit recht allgemeintauglich. Besonders die Generation, die mit Billy Talent und Konsorten aus dem Musikacker hervorsprieste, hat in den Jungs aus Illinois ein paar neue Götter gefunden, rockig, politisch aufmerksam und sehr eingängig kommt nun auch das neuste Album „The Black Market“ daher.

Der bereits veröffentlichte Track „I don’t want to be here anymore“ geht ohne Umwege ins Ohr, belebt die Würmer darin und lässt sie stundenlang tanzen. Mit starkem Radiopotenzial verpackt das Quartett seine Stücke unter einem gelungenen Schwarz-Weiß-Albumcover und spricht durch die Bank alles an, was zwischen Rock und softerem Punk gern seine Nachmittage verbringt. Songs wie „Tragedy + Time“ sind stellenweise leider schon ein wenig ZU schaurigschön und bittersüß, worüber sich aber sicherlich streiten lässt. Vielleicht bin ich auch einfach zu alt für diese Art von Musik. Ja, das wird’s wohl sein. Aber als flitzigen Rock mit anständig vorantreibendem Tempo und klaren Vocals, kann man das Album getrost beschreiben.

Das neue Album von Rise Against erscheint am 11. Juli über Interscope (Foto: LeeAnn Mueller)

Das neue Album von Rise Against erscheint am 11. Juli über Interscope (Foto: LeeAnn Mueller)

„Sudden Life“ trainiert beinah in Bush-Manier die Nackenmuskulatur und bringt einen Old-School-Indie-Touch mit sich und auch zu „A Beautiful Indifference“ ist Stillsitzen geradezu unmöglich. Diese Mucke macht einfach Spaß, ist leicht zugänglich, besitzt dennoch aber die Möglichkeit, durch ihre tiefgehenden Texte länger im Kopf zu bleiben. Denn seit Beginn ihrer Karriere legen die Herren um Tim McIlrath großen Wert darauf, ihre politischen und sozialkritischen Gedanken dezent durch ihre Lyrics schimmern zu lassen oder auch mal mit voller Kraft gegen den Missbrauch von Tieren und der Umwelt anzugehen – gerade Titel wie „The Eco-Terrorist In Me“ zeigen von vorn herein, dass man mit Rise Against buchstäblich besser kein Hühnchen rupfen sollte.

Das Rad neu erfinden, tun Rise Against mit ihrer Musik jedoch eindeutig nicht und die Eltern schocken kann man damit auch nur schwer. Denn auf dem Markt gibt es einfach zu viele Bands, die stilitisch ganz genauso klingen und das bedeutende Unterscheidungsmerkmal fehlt einfach, nichts davon will wirklich konsequent hervorstechen. Doch die Amerikaner haben viel Wichtiges zu sagen und sind somit als Vorbilder garantiert nicht die falschen.

Rise Against – offizielle Website
Rise Against Facebook

(Anne Catherine Swallow)

©Sound Infection 2015