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  • Release Date: Oktober 17, 2014
  • Catalog No: B00KGRU5F2
  • Label: Sony Music
  • Type: Pop und Reggae
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Magic!: Don’t Kill The Magic

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Zwischen Bruno Mars und Europe

In der Musikwelt hat’s ja eigentlich jeder schon mit jedem getrieben: Hip-Hop mit Pop, Klassik mit Rock und Elektro mit Soul. Magic! stellen nun eine Melange von Reggae und Pop-Rock her, eingebettet in soulige Wohlfühlklänge. Das hört sich spannend an. Ist es auch – wenn da bloß die Eintönigkeit nicht wäre.

Den verspäteten Sommerhit „Rude“, der so ein bisschen sehr nach Bruno Mars klingt, aber tatsächlich von Magic! ist, hat mittlerweile sicherlich jeder schon einmal im Radio gehört. Groovig haben sich die vier Jungs von Magic! damit in die Charts verschiedener Länder geschoben und ein verdientes Gold in Deutschland geholt. Der Song verkaufte sich weltweit mehr als vier Millionen Mal und wurde über 100 Millionen Mal gestreamt.

Die Band aus Kanada – nicht gerade eine Gegend, die für ihre karibischen Klänge bekannt ist – hat den Zeitgeist getroffen. Als Songschreiber und Produzent Nasri das erste Mal mit Magic! Jammte, war es dann auch genau das – Magic!

„Wir hatten eine Vision und alles fügte sich im Nu zusammen. Wir begannen mit den Aufnahmen und der Sound war sofort perfekt bei jedem Song. Daher auch der Bandname: alles war einfach magic!“

Herausgekommen ist das Debütalbum „Don’t Kill The Magic“, das karibische Klänge mit Pop-Sounds verbindet und heimeliges Sommerfeeling kreiert. Mit Nasri haben Magic! einen Frontmann, der die Songs mit seiner eingängigen und angenehmen Stimme entsprechend transportieren kann.

Leider – leider – klingen viele der elf Tracks wie „Rude 2.0“. Da fehlt ein bisschen die Abwechslung. Zwar ist der chillig-groovige Sommersound garantiert, aber er schwappt eben auch ziemlich lau an die Küsten unserer Ohrmuscheln. Gefällig treiben Magic! zwischen Bruno Mars und 80er-Bands wie Europe hin und her. Das ist aus musikalischer Sicht total spannend – und dennoch fehlt der Funke der Einzigartigkeit.

Einzig der Titeltrack „Don’t Kill The Magic“ vermag es, sich wirklich aus der breiten Masse zu erheben. Rockig und partymäßig kommt er daher und verlässt damit den reggaelastigen Soundbereich der Band. Ein paar mehr Songs dieser Art und „Don’t Kill The Magic“ wäre statt einem One Hit ein Keeper. Da ist noch Luft nach oben.

Magic! – offizielle Webseite
Magic! – Facebook

(Kathrin Tschorn)

©Sound Infection 2015