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  • Release Date: April 11, 2014
  • Catalog No: B00H3VVFCQ
  • Label: Outside Music
  • Type: Folk und Singer-Songwriter
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Leif Vollebekk: North Americana

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Eine Reise in Dylans Windschatten

Mit Leif Vollebekks „North Americana“ tauchen wir ein in die Welt der Folkmusik, nicht diese moderne, sondern die ganz alte. Wir kommen an den Punkt, wo alles begann. Hier geht es um Liebe und Tod, um Freiheit und Verlust, arrangiert in zehn zurückhaltenden Songs, die für das richtige Feeling allesamt live aufgenommen wurden. Der 27 Jahre alte Kanadier tritt mit seinem Zweitlingswerk in die Fußstapfen eines Bob Dylan, auch wenn darin noch reichlich Platz zur Weiterentwicklung ist.

Der bekannte und an große Folkmusiker erinnernde Sound kommt nicht von ungefähr. Es lag in Leif Vollebekks Absicht, ein Album zu kreieren, das sich vertraut und familiär anfühlt, eben genau wie seine Lieblingsplatten von Alternative-Country-Sängerin Gillian Welch oder Ryan Adams. „North Americana“ leiht er dann auch nicht nur seine Stimme, sondern spielt Gitarre und Piano, Harmonika und Fidel.

Die Platte macht ihrem Titel alle Ehre, denn auf der Suche nach den perfekten Rahmenbedingungen und Stimmungen reiste der Kanadier zwei Jahre durch die Gegend.

„Ich habe die Songs geschrieben, die beste Band der Welt gefunden und dann brauchte ich nur noch das perfekte Aufnahmestudio. Und das dauerte ewig.“

Um den echten Moment, das Herz der Songs, perfekt einzufangen, wurden alle Tracks für „North Americana“ live aufgenommen. Dafür reiste Leif Vollebekk mit seiner Band von seiner Heimatstadt Montreal zum legendären Hotel 2 Tango Studio, wo er mit Howard Bilerman (Arcade Fire, Coeur de Pirate, Godspeed You! Black Emperor) zusammenarbeitete, nach New York, um Tom Gloady (Ryan Adams, Sigur Ros, Patti Smith) zu treffen, nach Woodstock in ein Farmhaus und letztlich bis nach Frankreich. So entstand seine Roadmusik tatsächlich auf der Straße, auf dem Weg von A nach B.

Aber auch mit seinen Texten will der 27-Jährige seine Hörer erreichen. Mit Zeilen über die Liebe und das Ende jener. Über den Tod von Freunden, Reisen und Heimkehr und das Trinken. Dabei ist er fast zärtlich in seiner Wortwahl. Die Intensität der Platte entsteht durch die Zurückhaltung, die Stimmungen, die innere Ruhe.

„North Americana“ von Leif Vollebekk ist melancholisch, aber beruhigend, staubig, dennoch ausgefeilt, neu und gleichzeitig alt. Musik zum Cruisen, nicht zum Rasen.

Leif Vollebekk – offizielle Homepage
Leif Vollebekk – Facebook

(Kathrin Tschorn)