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  • Release Date: August 29, 2014
  • Catalog No: B00MC6M5PI
  • Label: Trickser/Broken Silence
  • Type: Pop und Singer-Songwriter
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Jennie Abrahamson: Gemini Gemini

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Wilde Wälder, sanftes Schweden

Mit der Großmeisterin Kate Bush wurden ja schon viele verglichen, aber nur wenige haben es verdient. Bei Jennie Abrahamson, der „Kate Bush Schwedens“, hat es nun endlich mal jemanden getroffen, bei dem es nicht an Majestätsbeleidigung grenzt. Denn die junge Schwedin zeigt auf ihrem neuen Album „Gemini Gemini“, dass sie die natürliche Mystik in sich trägt, die auch erst eine Kate Bush zur Legende gemacht hat.

Nachdem Jennie Abrahamson sich in verschiedenen Bands und dann als Solokünstlerin – ziemlich erfolgreich – versucht hatte, ging für sie ein Traum in Erfüllung, als sie für Peter Gabriel als Backgroundsängerin mit auf seine Tour gehen durfte. Der war von der Schwedin dermaßen begeistert, dass er ihr anbot, als Support für ihn zu spielen.

Den meisten Deutschen dürfte zwar nicht ihr Name, jedoch ihre Musik ein Begriff sein: Seit Jahren bildet Jenni Abrahamsons Song „Hard To Come By“ den Hintergrund zur Werbung der Sektmarke Jules Mumm. So weit daneben können Peter Gabriel und des Sixx-Frauenabends liebste Brause ja nicht liegen.

Die sanfte Schwedin Jennie Abrahamson zeigt auf "Gemini Gemini" auch ihre wilde Seite (Foto: Community Promotion)

Die sanfte Schwedin Jennie Abrahamson zeigt auf “Gemini Gemini” auch ihre wilde Seite (Foto: Community Promotion)

Und tatsächlich beweist Jennie Abrahamson auf ihrem vierten Album, wie schön eine Reise mit ihr klingen kann. Sie zeigt zugleich ihre wilde und sanfte Seite. Die Songs sind inspiriert von Naturphänomenen, klingen nach zarter Brise und gruselig-dunklem Wald. Popklänge vermischt die Musikerin mit Synthis oder Trommeln und erschafft so eine ganz eigene Atmosphäre, die von einlullend bis beängstigend wirkt.

„Wolf“ verfügt zum Beispiel über diesen typischen Upbeat-80er-Jahre-Sound, erinnert aber gleichzeitig auch an Filmszenen, in denen der Hauptdarsteller von einem wilden Tier durch den Wald gehetzt wird. Der Song „The War“ hingegen klingt nach nativer Kriegsmusik. Mit dem Opener „Snowstorm“ oder der reduzierten Ballade „Wild Is The Heart“ lässt uns Jennie Abrahamson dann verschnaufen und in ihrem Kate-Bush-esken Timbre versinken.

Freunde schwedischer Sängerinnen wie Sophie Zelmani oder Stina Nordenstam werden sich auch bei Jennie Abrahamson zu Hause fühlen. Wegen der Naturnähe vieler ihrer Kompositionen ist die Sängerin sicherlich ein Tipp für die pagane Community.

Jennie Abrahamson – offizielle Homepage
Jennie Abrahamson – Facebook

(Kathrin Tschorn)