Das neue Album "Siren Charms" steht ab 5. September in den Regalen!
  • Release Date: September 05, 2014
  • Catalog No: B00KRT3C04
  • Label: Epic (Sony)
  • Type: Metal und Rock
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In Flames: Siren Charms

Rating:

Life’s a bitch, liebe Freunde.

Es gibt nun einmal folgende Tatsachen, die der eingefleischte Melodic Death Fan akzeptieren muss, egal wie schmerzhaft und traumatisch sie auch sein mögen:
1) Angela Gossow hat uns für immer verlassen.
2) Die guten In Flames wollen nie wieder zum Stil ihrer ersten Alben zurückkehren.
3) Alexi Laiho wird niemals auf einem Ross angeritten kommen und mich heiraten, aber pardon, ich schweife vom Thema ab.
Wo das nun gesagt ist – life’s a bitch, liebe Freunde – sollten wir uns vielleicht wieder erfreulicheren Themen zuwenden und zwar der Tatsache, dass In Flames’ neuste Scheibe „Siren Charms“ ein wirklich geniales Teil ist, wenn man es schafft, ihre früheren Alben gedanklich hinter sich zu lassen und mit den Schweden auf die Reise durch ihre Welt voller progressivem Stil, einprägsamen Melodien und variablen Vocals zu gehen.

Sehen jetzt zwar ein bisschen wie Franz Ferdinand aus, sind sonst aber echt gut: In Flames (Foto: Patric Ullaeus)

Sehen jetzt zwar ein bisschen wie Franz Ferdinand aus, sind sonst aber echt gut: In Flames (Foto: Patric Ullaeus)

Denn obwohl das Album zu Beginn ein wenig Zeit braucht, um sich warm zu laufen, zeigt sich spätestens bei „Paralyzed“, dass die Sirenen es absolut verstehen, ihren Hörer vorsichtig zu sich zu locken und dann in den glücklichen Tod zu reißen.
Die stolze Nummer 11 unter den In Flames Alben beweist erneut, dass der jüngere Stil der Band kaum mit anderen Acts vergleichbar ist, so kommen (Ohrwurm!)-Songs wie „Through Oblivion“ beinah schon in der Rock-Ecke unter, während „Rusted Nail“ stolz verkündet, dass die Schweden aber dennoch fies, aggressiv und ihren Wurzeln (zumindest teilweise) treu sein können.
„When The World Explodes“ mag zwar mit den eingestreuten weiblichen Vocals für manche schon eine Spur zu alternativ klingen, Anders Fridén versteht es jedoch, immer wieder seine Screams dann hervorzuholen, wenn es nötig ist, um der Scheibe wieder Feuer unterm Arsch zu verpassen.

Keine Sorge, eine solche akustische Herausforderung wie Opeth muten In Flames ihren Stammkunden mit „Siren Charms“ nun nicht zu und wer die letzten Alben der Band liebte, wird auch diese hier abfeiern, bis die Nachbarn mit Fackeln und Mistgabeln Sturm klingeln. Ihr Stil ist nur einfach zu einem absoluten Unikat geworden und das sollte man der Band hoch anrechnen.

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(Anne Catherine Swallow)