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  • Release Date: Juli 25, 2014
  • Catalog No: B00KGYPZNC
  • Label: Victory Records
  • Type: Metal
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Ill Nino: Till Death, La Familia

Rating:

Fans von Five Finger Death Punch oder Stone Sour werden mit Ill Nino ihren eigenen kleinen Schatz finden, auf dem sie gollumgleich hocken und sabbern können.

Huch, was ist denn da passiert? Bei den ersten Tönen von „Live Like There’s No Tomorrow“ muss man erst ein zweites Mal nachschauen, ob man auch die richtige CD vorliegen hat,
bei den Strophen wird es dann jedoch bald eindeutig und die harsche Stimme von Cristian Machado bestätigt, dass Ill Nino immer noch die Alten sind und das mit gewaltig Dampf unterm Pöter.

Ill Nino beweisen mit "Till Death, La Familia", dass sie auch bis zum Tod geniale Scheiben produzieren (Foto: Tom Valdez)

Ill Nino beweisen mit “Till Death, La Familia”, dass sie auch bis zum Tod geniale Scheiben produzieren (Foto: Tom Valdez)

Wer sich also guten Gewissens von Genre-Grenzen lösen kann, stellt bald fest, dass der Metalcore-Schock nicht lang anhält und der Song dermaßen eingängig daherkommt, dass es fast unmöglich ist, ihn schlecht zu finden.
Bei „Not Alive In My Nightmare“ kehren Ill Nino gänzlich zu ihrem gewohnten Sound zurück, aufreibende Growls und zackige Rhythmen gepaart mit melodischem Refrain – das ist genau das, wofür die Jungs aus New Jersey seit 15 Jahren geliebt werden! Sicherlich wird manchen der extrem variable Gesang von Cristian Machado nicht unbedingt zusagen und wer nur brutales Gekloppe sucht und bei allem, was „Nu“ oder „Modern“ umschreibt einen Hautausschlag bekommt, macht vielleicht besser einen dezenten Bogen um die US-Band. Fans von Five Finger Death Punch oder den frühen Stone Sour werden mit Ill Nino aber ihren eigenen kleinen Schatz finden, auf dem sie gollumgleich hocken und sabbern können.

Ein genialer Mix aus lateinamerikanischen Percussions, stellenweise spanischen Lyrics und packender, fast melancholischer Melodie stellt „Blood Is Thicker Than Water“ dar, doch für Abwechslung ist auf der Scheibe stets gesorgt: Immer wieder variiert das Tempo, die Atmosphäre und jedes Mal, bevor es langweilig werden könnte, flitzt ein geniales Gitarrensolo durch die ganze Geschichte hindurch.
So ist „Pray I Don’t Find You“ eine geniale musikalische Hetzjagd, die nicht nur beim wilden Headbangen, sondern auch schon beim bloßen Hören Adrenalinstöße verursacht und „World So Cold“ hat hier und da einen so progressiven Touch, dass man es mit etwas Fantasie auch In Flames in die Schuhe schieben könnte.

Lange habe ich überlegt, doch nein… nein, mir fällt partout kein Grund ein, weshalb man nicht sofort aufspringen, losrennen und sich “Till Death, La Familia” besorgen sollte. Also – sitzt du da gerade etwa noch vor deinem PC, hä?!

 

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(Anne Catherine Swallow)