• Release Date: März 14, 2014
  • Catalog No: B00HQSBNNW
  • Label: Accession, Indigo
  • Type: Electro und Pop
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Diary Of Dreams: Elegies In Darkness

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Ein Album, wie ewigwährender Winter

Mit idealeren Worten wie „Träge, müde, schleppst du dich, durch karges Land, das dich zerbricht“ hätten Diary of Dreams ihren Neuling nicht beginnen können. Denn nichts beschreibt besser die neblig-kalten, stampfenden Töne des Intros von „Malum“. Epische Synthieklänge zum verzerrten Refrain schotten den Hörer dann endgültig von der Welt der Lebenden ab und reißt ihn hinab in die eisig düstere Landschaft von „Elegies in Darkness“.

Auch momentan auf Deutschlandtour: Diary Of Dreams (Foto: Silke Jochum)

Auch momentan auf Deutschlandtour: Diary Of Dreams (Foto: Silke Jochum)

Zwischen englisch und deutschen Liedtexten schwankend öffnet die Band immer wieder neue Songtüren, „The Luxury Of Insanity“ weist einen deutlichen Hang zum Achtziger Jahre Wave und Diary Of Dreams frühen Anfängen auf, und wird in den Gothic Clubs garantiert bald als neuer Tanzhit gehandelt werden. Ein Hauch von Blutengel schwingt hier im Sound, jedoch mit etwas melancholischerem Unterton als Chris Pohl und Konsorten es normalerweise halten.

„StummKult“ nervt ein wenig mit schrägen Tönen, „A Day In December“ hingegen besticht durch die großartige Vertonung des Titels: Hier regiert wieder Einsamkeit und der leere Blick hinaus auf den winterzerstörten Garten.

Gelegentlich erwischt man die Scheibe allerdings dabei, sich zu wiederholen, das Tempo bleibt etwas zu gleich, der tiefe Gesang von Adrian Hates klingt chronisch hoffnungslos und variiert fast null. Die Synthies hingegen erzeugen einige saftige Ohrwürmer und besonders „Dream Of A Ghost“ wird auf dem M’era Luna sicherlich die Menge in eine verträumte Tanz-Trance bringen, trotzdem fällt die Gleichförmigkeit der Musik immer wieder deutlich auf. Ein paar scharfe Ecken hier, und ein paar Highlights da wären wünschenswert gewesen, dennoch können Goth- und Elektro-Fans hier beruhigt zugreifen, und das Album zum 20-jährigen Jubiläum der Deutschen genießen.

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(Anne Catherine Swallow)