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  • Release Date: Oktober 23, 2015
  • Catalog No: B015S12UUI
  • Label: Panorama / Universal Music
  • Type: Pop und Weltmusik
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Celtic Woman: Destiny

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Musikalische Bilder aus dem Elfenreich Éire

Nördlich von uns gibt es eine magische Insel, deren grüne Wiesen legendär sind. Sie hat nicht nur Kobolde, Schafe und rothaarige Menschen zu bieten, sondern auch einen reichen Schatz traditioneller Musik. An diesem verlustiert sich das irische Quartett Celtic Woman nun bereits seit zehn Jahren, fortwährend wandelnd auf dem schmalen Grat zwischen Romantik und Kitsch, zwischen Tradition und Moderne.

Die drei Sängerinnen Susan McFadden, Máiread Carlin und Éabha McMahon sowie die Geigerin Máiréad Nesbitt haben sich auch beim neuen Album ihrer Formation Celtic Woman „Destiny“ erneut für eine Mischung aus traditionell irischen Liedern und modernen Popsongs entschieden, die sie auf ihre Art bespielen.

Kernstück von „Destiny“ bildet der Song „Tír Na NÓg“, ein Duett mit dem deutschen Shootingstar Oonagh. Tír na nÓg ist der Name der irischen Anderswelt, ein wundervolles Reich von ewiger Jugend, Schönheit, Gesundheit, Reichtum und Freude, das in der irischen Mythologie eine wichtige Rolle spielt. Ebenso flott und fröhlich kommt auch der Song über diesen magischen Ort daher. Die Deutsche Oonagh passt dabei hervorragend zum Quartett aus Irland (irisch: Éire).

Den vier Grazien aus Irland ist eine gute Chart-Platzierung sicher: Celtic Woman (Foto: Panorama / Universal Music)

Den vier Grazien aus Irland ist eine gute Chart-Platzierung sicher: Celtic Woman (Foto: Panorama / Universal Music)

Songs wie der Album-Opener „My Land“ und „Siúil A Rúin“ entführen in eine andere Welt, stehen für Besinnung und Innehalten und lassen Bilder der grünen Insel vor dem geistigen Auge erscheinen. Darüber hinaus bietet „Destiny“ auch Hits jüngeren Datums wie Ed Sheerans „I See Fire“ aus dem „Hobbit“-Soundtrack – ein absolutes Highlight in der Version von Celtic Woman! – und „Skyrim“ aus dem gleichnamigen Videospiel, die in den Versionen von Celtic Woman genauso wie die Popklassiker „The Whole Of The Moon“ von den Waterboys und „Like An Angel Passing Through My Room“ von Abba zu akustischen Seelenschmeichlern werden.

Dazu gibt es eine Reihe von Irish-Folk-Klassikern und Traditionals wie „How I Can Keep From Singing“, „Sometimes A Prayer Will Do“ und das tanzbare Instrumental „Hills Of Ireland“. Das Album schließt mit den klassisch interpretierten Bonus Tracks „Oh Tannenbaum“ (auf Deutsch, Irisch und Englisch) und „Silent Night“ – ein bisschen früh vielleicht, aber zwei Monate von Weihnachten kann man ja schon mal damit beginnen, sich in Stimmung zu bringen.

„Destiny“ gleitet wie alle Celtic-Woman-Alben auf dem See der Gefälligkeit dahin. Das Album bietet stimmungsvolle Musik, getragen von traditionell irischen Klängen und den bezaubernden Elfenstimmen der Sängerinnen. Dennoch vermag es „Destiny“ nicht, sich trotz melodischer und durchweg angenehmer Musik zu erheben und ein wahres Highlight zu präsentieren.

In der Dekade, die uns Celtic Woman nun begleiten, haben wir aber auch gelernt, dass es dem Quartett nicht um die Revolution des Musikhörens geht. Vielmehr möchten die vier Irinnen uns ihre traditionelle Landesmusik näherbringen und Klassiker sowie moderne Lieder in diese Richtung interpretieren. Und das haben sie erneut auch mit „Destiny“ geschafft.

Celtic Woman – Website
Celtic Woman – Facebook

(Kathrin Tschorn)

©Sound Infection 2015