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  • Release Date: Juni 06, 2014
  • Catalog No: B00JW3OG6K
  • Label: Century Media
  • Type: Metal
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Arch Enemy: War Eternal

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Die blauhaarige Wiederauferstehung

Für Fans des Melodic Death Metals brach eine ganze Welt zusammen, als Screamqueen Angela Gossow zu Beginn des Jahres von ihrem langjährigen Posten als Frontdame von Arch Enemy zurücktrat.
Doch Alissa White-Gluz, die blauhaarige Furie, die bisher bei „The Agonist“ alles in Grund und Boden brüllte, entpuppte sich rasch als einzige Lösung für einen Ersatz und macht nun eine fantastische Figur als neue Growlerin – sogar mit gebrochenen Rippen bei Live-Auftritten.

Arch Enemy in ihrer neuen Besatzung mit Alissa White-Gluz (Foto: Patric Ullaeus)

Arch Enemy in ihrer neuen Besatzung mit Alissa White-Gluz (Foto: Patric Ullaeus)

Bereits das herausragende Coverartwork von Costin Chioreanu taucht „War Eternal“ in eine unheilvolle Atmosphäre und das rabenschwarze Albumintro wird dem absolut gerecht. „Never Forgive, Never Forget“ zeigt daraufhin sofort, dass sich bei Arch Enemy eigentlich kaum etwas geändert hat und fingerspitzengenaues Gekrache mit Liebe zum Detail und feuerspeiender Aggression noch immer der rote Faden in dem Erzfeindgespann ist. Alissas Vocals klingen zwar etwas mehr nach Crossover, als das klassische Death Gekeife von ihrer Vorgängerin, integrieren sich aber dennoch problemlos in die Musik. Manch einen kann die neue Gesangsbraut zu Beginn noch abschrecken, diese verstörten Gemüter sollten jedoch garantiert von Michael Amotts Gitarrenterror beruhigt werden – denn was der rothaarige Schwede hier präsentiert, ist pure, gestörte Genialität. Bei Soli, so fix, dass das eigene Ohr abfliegt und auf der Strecke bleibt, beweist er, dass Arch Enemy noch lange nicht an die Grenzen ihrer Fähigkeiten gestoßen sind und Amott nicht älter wird, sondern nur besser.

Ernsthaft, wenn Luzifer einen Gitarristen zur abendlichen Höllenunterhaltung suchte, würde er Michael Amott wählen.

Deshalb sind auch der Titelsong „War Eternal“ oder das etwas ruhigere „You Will Know My Name“ genau die Kracher, die man sich wünscht, ein Hit jagt hier den nächsten und „On And On“ ist vermutlich das treffende Motto der LP: Ja, wir sind alle enttäuscht und traurig über den Verlust von Angela Gossow, doch die Herrschaft von Arch Enemy geht beinah weiter, als sei nichts gewesen. Melodic Death at it’s best, hier ist jeder einzelne Musiker ein Meister auf seinem Gebiet und dieses Können gepaart mit übermenschlichem Songwriting macht die Band weiterhin zur besten ihres Genres. Also kauft die CD. Jetzt. Ich komme zu jedem einzelnen nach Hause, um das zu kontrollieren!

https://www.youtube.com/watch?v=CTsTU3oApy4

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(Anne Catherine Swallow)

©Sound Infection 2015