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Die Bedeutung von Bandnamen: The Black Dahlia Murder und Children of Bodom

Hallo und herzlich willkommen in unserer kleinen Reihe „Woher kommen eigentlich Bandnamen und wie lautet die Geschichte dazu?“, die Notausgänge befinden sich hinten, an der Seite und… naja, egal.
Oder vielleicht auch nicht – denn diesmal geht es rund um das Thema Mord und Verstümmlung mit den Melodic Death Metal Bands THE BLACK DAHLIA MURDER und CHILDREN OF BODOM.

Children of Bodoms Reaper ist auf jedem Album dabei (Quelle: Spinefarm, Design von Sami Saramäki)

Children of Bodoms Reaper ist auf jedem Album dabei (Quelle: Spinefarm, Design von Sami Saramäki)

Die blutrünstigen Amerikaner von The Black Dahlia Murder berufen sich mit ihrem Bandnamen auf den bis heute ungeklärten Mord an Elizabeth Short im Jahre 1947 in Los Angeles.
Ursprünglich aus der Nähe von Boston stammend, hatte sie sich als junges Mädchen ihren Lebensunterhalt hauptsächlich als Kellnerin verdient und reiste durch die verschiedenen Staaten von Florida bis Kalifornien, ohne jemals wirklich sesshaft zu werden. Entgegen dem, was häufig behauptet wird, war sie weder erfolglose Schauspielerin noch Prostituierte, dennoch hatte sie im zarten Alter von 22 bereits viele Beziehungen hinter sich, die jedoch allesamt gescheitert waren. Deshalb wurde sie auch zuletzt allein in einer Cocktailbar von Los Angeles gesichtet, bevor sie wenige Tage später von einer Frau mit ihrer Tochter tot aufgefunden wurde – nackt, an der Taille durchgetrennt, mit verstümmelten Genitalien und einem von Ohr zu Ohr aufgeschnittenen Gesicht. Trotz der riesigen Medienaufmerksamkeit, die das Verbrechen weckte, konnte der Täter nie ermittelt werden.

Ihren Spitznamen „schwarze Dahlie“ erhielt sie auf Grund des dunklen Outfits, das sie trug, als sie zuletzt gesehen wurde und in Anklang an den damaligen Kinohit „The blue Dahlia“.

Noch ein wenig abstruser geht es bei den allseits bekannten Children of Bodom zu: Als 1960 vier Jugendliche am Bodom-See in der Nähe von Helsinki zelteten, wurden sie in den frühen Morgenstunden von einem kaltblütigen Killer heimgesucht, der drei von ihnen erstach. Nur ein Überlebender namens Nils Wilhelm Gustafsson entkam den Massaker, um das später viele Legenden gesponnen wurden, unter anderem, dass die fatale Gestalt in der Dunkelheit mit rotglühenden Augen aufgetaucht sei. Viele Verdächtige wurden im Laufe der Jahre ins Visier genommen und zuletzt fiel der Blick auch auf den überlebenden Gustafsson, dem als Tatmotiv unterstellt wurde, dass seine damalige, in dem Zelt anwesende Freundin ihn in wütende Eifersucht getrieben hätte. Die Anklage wurde 2004 jedoch fallengelassen und somit bleibt der Mehrfachmord weiterhin ungeklärt.

(Anne-Catherine Swallow)