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Crowbar live in München – Mr. Windstein ganz groß!

Seit mehr als einem Vierteljahrhundert sind CROWBAR eine Institution in Sachen Sludge und Doom, deshalb konnte man sich ihren Auftritt in der Kranhalle in München einfach nicht entgehen lassen.

Klein, bärtig und absolut legendär: Crowbar-Fronter Kirk Windstein

Klein, bärtig und absolut legendär: Crowbar-Fronter Kirk Windstein

Als Erstes fällt auf, dass die Halle 15 Minuten vor Konzertbeginn noch relativ leer ist und sich Mr. Windstein höchstpersönlich am Merchandise Stand rumtreibt, Shirts vertickt und seinen Fans Rede und Antwort steht. „Meet & Greet – wer brauch so einen Scheiß?“ scheint man sich da zu fragen, denn hier sieht man, dass es auch noch anders geht. Und Kirk Windstein ist weiß Gott kein unbeschriebenes Blatt.

SLOMIND eröffnen den heutigen Abend und versuchen mit ihrem Stoner/Southern-Metal Gebräu ein bisschen Bewegung in die mittlerweile besser gefüllte, aber noch lange nicht volle, Halle zu bringen. Hier und da sieht man ein paar Füße und Nacken wippen,  gefolgt von freundlichem Applaus, aber es wird ganz schnell klar, wonach die Menge lechzt.

Kirk Windstein ist nicht groß gewachsen, doch auf der Bühne hat er die Ausstrahlung eines Riesen. Völlig ohne Starallüren macht er kurz selbst einen kleinen Soundcheck. Was auffällt und diesen vollbärtigen Gesellen noch sympathischer wirken lässt, sind die Bandtattoos auf seinen Beinen beispielsweise von Thin Lizzy oder Motörhead. Toll zu sehen, wie ein Meister seines Genre,s der mit Metalgrößen auf Du und Du steht, sich als Fan outet. Als Mr. Windstein ans Mikro tritt, die ersten schweren Gitarrenriffs erklingen kann man schon erahnen, welch musikalische Meisterleistungen heute Abend abgeliefert werden. Die Menge steht nah an der Bühne und scheint die Band direkt „aufzusaugen“.

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Crowbar in München

Das Set kommt in einer so geballten Kraft daher, dass es niemand kalt lässt und Mr. Windsteins raue Reibeisenstimme jagt so manchem Fan eine feine Gänsehaut über den Körper. Unglaublich, wieviel Energie CROWBAR auch noch nach 25 Jahren versprühen. Leider ist nach knapp einer Stunde schon Schluss, doch auch nach der Show nimmt sich Mr. Windstein noch viel Zeit für seine Fans.

Die Sludge-Legenden zeigten wieder einmal was in ihnen steckt. Waren viele Fans doch enttäuscht als Master Windstein DOWN verließ, doch der Ausstieg hat CROWBAR verdammt gut getan, denn das Niveau ist noch einmal deutlich gestiegen und als Liveband überzeugen die Herren auf ganzer Linie. So darf es gerne weitergehen…

Fotos des genialen Abends findet ihr direkt hier in unserer Galerie!

(Bericht & Fotos: Sandra Baumgartl)

©Sound Infection 2015