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Bad Manners – Oldschool Ska Rules

Datum: Donnerstag 11.1.2018
Location: München, Backstage Halle

Das Jahr fing ja schon im Zeichen des 2Tone-Beats an. Hatte ich am Samstag ja schon die Busters vor der Linse. Diesmal waren es Bad Manners, ein echter Klassiker von der Insel. Wenn auch nach 41 Jahren von der ursprünglichen Besetzung nur noch Buster Bloodvessel übrig geblieben ist. Vom Alter her könnte die derzeitige Besetzung aus seinen Söhnen bestehen. Musikalisch tat dies aber keinen Abbruch. Der Abend versprach aber auf jeden Fall sehr heiß zu werden. Von überall her kamen die Skinheads, Reenies und alle Freunde kultivierten Skankings um einen feucht-fröhlichen Abend zu genießen.

Für den Abend gab es keine lokale Unterstützung oder Aufwärmrunde, daher begann das Konzert etwas verspätet. Dann aber umso gewaltiger. Beim Intro drückte die Menge der mittlerweile vollen Backstage Halle nach vorne. “You Fat Bastard” skandierend wurde Buster im Backstage willkommen geheißen. Sein Schrei “THIS IS SKAAAAAA” gab den Startschuss für die kommende wilde Fahrt. Letztendlich ging es einmal quer durch „Walking In The Sunshine“, der Best Of Scheibe von Bad Manners. Vollgas, Stillstehen unmöglich. Der Beat ging sofort in die Beine, Skanking war Pflicht.

Das obligatorische Zunge blecken von Buster durfte nicht fehlen, bei dem Lappen wird selbst Lassie neidisch. Und der Zug dampfte mit Vollgas weiter, Notbremse außer Betrieb, Gott sei Dank. Was ich bei den Busters vermisste wurde hier erfüllt, der 2Tone-Beat war allgegenwärtig, stampfte mit Nachdruck durch den gesamten Abend. Damit auch ja niemand aus dem Takt oder zu Atem kam. Nach guten anderthalb Stunden läutete der Can-Can leider den Schluß eines grandiosen Abends mit der Ska-Legende ein. Wieder einmal wurde bewiesen, dass man mit 41 Jahren Bandgeschichte mit Klassikern eigentlich am besten fährt und es dennoch nicht langweilig wird, im Gegenteil… Schalten Sie also auch wieder ein, wenn Bad Manners zurück in der Stadt sind. Es lohnt sich definitiv!

Bilder verpasst? Hier geht’s lang…

(Text+Bilder: Björn Engelke)