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Arch Enemy

ARCH ENEMY – Die Schweden sind los in München

Arch Enemy – As The Stages Burn Tour 2017
Mittwoch, 08.04.2017 München, Backstage Werk
Support: The Haunted, Lacuna Coil

Mittwochabend, München, Backstage, ca. 19 Uhr offizielles “Doors Open” für eine der Großen im Melodic-Death- Metal-Geschäft. Arch Enemy hatte gerufen und sie waren zu Hunderten gekommen; die Schlange reichte vom Einlassbereich bis in die erste Kurve des Birketwegs. Dies zeigt einmal mehr, dass die Live-Performance der Schweden immer noch allseits beliebt ist.

The HauntedDen Abend durften ihre Landsmänner von The Haunted aus Göteborg pünktlich mit einer gehörigen Ladung Thrash Metal eröffnen. Die fünf Schweden gaben sich alle Mühe, das Volk in Stimmung zu bringen. Jedoch verhallten die wiederholten Aufforderungen von Sänger Marco Aro ungehört und es gab nur ein geneigtes Headbangen aus dem Publikum. Mir irgendwie unverständlich, war die Performance von den Jungs doch auf sehr hohem Niveau. Im Nachgang finde ich sie sogar besser, als das, was in der zweiten Runde dargeboten wurde.

Marco ließ es sich dennoch nicht nehmen, auf Tuchfühlung mit den Fans zu gehen, einmal auf dem Brecher und beim letzten Song stieg er sogar direkt in die Menge. Ein furioser Opener, wie man ihn sich öfter wünscht, auch wenn es nicht alle zu würdigen wussten.

Mehr Fotos vom Auftritt gibt es hier!

Lacuna Coil_2017-04-05_008Also, auf zur zweiten Runde! Hier war das Thema des Abends Programm: Melodic-Death-Metal. Lacuna Coil aus Mailand, nur bei den deutschen Gigs der „As The Stages Burn“-Tour von Arch Enemy dabei, legten mit „Ultima Ratio“ los und hatten damit von Anfang an das Werk in der Hand. Die Duette von Cristina und Angelo, die Mischung aus Growls und melodischem Gesang sind ja spätestens seit Nightwish nichts Neues mehr, verfehlen aber ihre Wirkung für Liebhaber dieser Schiene nicht.

Im Werk war „Bombenstimmung“. Natürlich durften Klassiker wie „Our Truth“ oder „Blood, Tears, Dust“ nicht fehlen. Auch wenn der Sound wieder in gewissen Bereichen zu wünschen übrig ließ, tat dies der Gesamtatmosphäre keinen Abbruch.

Zu den Fotos geht’s hier lang…

Arch EnemyArch Enemy gab sich anschließend die Ehre. Die CO²-Fontänen fegten den Staub vergangener Jahre von der Decke. „Enemy Within“ kam tief und laut, gefolgt von „Revolution“ und dem Titelsong des letzten Albums „War Eternal“. Wenn schon kein wirklich neues Album in der Theke liegt, dann wurden wenigstens die Hits der letzten Alben perfekt inszeniert.

Das Werk sang und bangte aus voller Seele mit und ich denke, dass hier alle auf Ihre Kosten kamen. Alissa hat sich auf jeden Fall gut gemacht, seit sie den Platz von Angela 2014 übernommen hat, zeigt sie doch, dass auch ein kleiner blauer Schlumpf gehörig einheizen kann.

Fotos aus Schlumphausen gibt’s direkt hier.

(Text+Fotos: Björn Engelke)

©Sound Infection 2015